Corona im Landkreis Northeim: 42 Fälle, zehn wieder gesund

27 Menschen sind derzeit im Landkreis Northeim mit dem Corona-Virus infiziert. Das bestätigt jetzt der Landkreis Northeim. Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

Update 31. März, 10:40 Uhr

Der Landkreis Northeim bestätigt heute insgesamt 41 gemeldete Fälle. Neun sind inzwischen wieder genesen, sodass die Zahl erstmals rückläufig ist.

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Bei dem Neufall handelt es sich um einen Mann mittleren Alters. Er hatte Kontakt mit einer infizierten Person. Der Mann ist in einem kritischen Zustand und befindet sich im Krankenhaus, so die Mitteilung des Kreishauses.

Das Northeimer Stadtmarketing hat inzwischen eine Homepage online gestellt, auf der Kunden Gutscheine für lokale Geschäfte kaufen können, um diese zu unterstützen.

Update 1. April 13 Uhr

Die Zahl der vom neuartigen Corona-Virus betroffenen im Landkreis Northeim steigt weiter sehr langsam. Die Kreisverwaltung meldet am heutigen 1. April 42 bestätige Fälle seit Anfang der Zählung. Zum Vortag ist genau ein Betroffener hinzugekommen. Gleichzeitig ist ein Betroffener wieder genesen, nun sind es zehn.

Mit Quarantäne und etwas Grippe ist es allerdings nicht getan. Bei dem Neufall handelt es sich um eine Frau mittleren Alters. Sie hatte Kontakt mit einer infizierten Person und befindet sich im Krankenhaus.

Update 30. März, 11:45Uhr

Sieben neue Infektionen sind über das Wochenende im Landkreis Northeim dazugekommen. Damit sind nun 40 bestätigte Fälle registriert. immerhin haben sich sieben bereits wieder erholt. Das bestätigt jetzt der Landkreis Northeim.

Bei den Neufällen handelt es sich laut der Mitteilung um drei Frauen und vier Männer. Für zwei Personen konnten die Ansteckungswege bisher nicht ermittelt werden. Alle anderen hatten entweder im familiären Umfeld oder anderweitig Kontakt mit einer infizierten Person, heißt es

Eine Person hat bisher keine Symptome. Die anderen leiden an Husten, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Sie befinden sich allesamt in häuslicher Quarantäne.

Update 27. März, 11 Uhr

Insgesamt 33 bestätige Fälle notiert der Landkreis Northeim bis zu diesem Freitag. Sechs Patienten sind mittlerweile wieder genesen. Damit gibt es innerhalb der vergangenen 24 Stunden nur eine Neu-Infektion.

Bei dem Neufall handelt es sich laut Kreisverwaltung um eine weibliche Person, deren Ansteckungsweg bisher nicht sicher ermittelt werden konnte. Sie befindet sich wie alle anderen in häuslicher Quarantäne und weist Erkältungssymptome mit Kopfschmerzen auf.

Die Stadt Northeim erlaubt es inzwischen, Geschäften mit Waren des täglichen Bedarfs auch sonntags und an Feiertagen zu öffnen.

Die Kreis-Sparkasse Northeim bietet ihren Kunden an, die Tilgung von Krediten vorübergehend auszusetzen.

Update 26. März 11:45 Uhr

Aktuell gibt es 32 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Fünf Personen – zwei mehr als am Vortag – gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Im Vergleich zum Vortag sind damit drei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden.

Bei den Neufällen handelt es sich laut einer Mitteilung des Landkreises um zwei Frauen und eine Mann. Während in einem Fall wohl der Kontakt zu einer positiv getesteten Person zu der Ansteckung geführt hat, wird vermutet, dass eine Person im Urlaub (Madeira) mit dem Virus in Berührung gekommen ist. Für die dritte Person konnte der Ansteckungsweg bisher nicht sicher ermittelt werden.

Alle drei befinden sich in häuslicher Quarantäne. Während eine Person bisher keine Symptome aufweist, leiden die anderen beiden an Erkältungssymptomen und Halsschmerzen.

Derweil wächst die Liste der Unternehmen, die weiterhin in Northeim zum Beispiel ihre Kunden beliefern oder einen Online-Shop anbieten, weiter an.

Update 25. März 12:30 Uhr

Aktuell gibt es 29 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Drei Personen – eine mehr als am Vortag – gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Das teilt nun der Landkreis Northeim mit.

Im Vergleich zum Vortag sind damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden.

Bei den Neufällen handelt es sich um zwei Frauen. Eine hatte nachvollziehbar Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Für die andere konnte der Ansteckungsweg bisher nicht sicher ermittelt werden. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Während eine Person bisher kaum Symptome aufweist, leidet die andere an einem grippalen Infekt.

Gleichzeitig ist die Northeimer Polizei weiter verstärkt auf den Straßen unterwegs, um Verstöße gegen die aktuellen Regelungen aufzugreifen. Dabei lösten sie am Montagabend eine Trinkergruppe in einem Kiosk auf. Neben der Betreiberin des Kiosks waren dort noch drei 27, 51 und 64 Jahre alte Northeimer gemeinsam unterwegs. Sowohl gegen die Kioskbetreiberin als auch ihre drei Gäste wurde Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Update 24. März 14:45 Uhr

27 Personen sind im Landkreis Northeim mit dem Corona-Virus infiziert gewesen. Im vergleich zu gestern sind dies fünf mehr. Immerhin: zwei Gemeldete sind laut Kreisverwaltung bereits vollständig genesen.

Bei den Neufällen handelt es sich laut einer Mitteilung des Landkreises um drei Frauen und zwei Männer. Drei hatten demnach  Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Für die anderen beiden wird als Ansteckungsweg der Aufenthalt in einer Reha-Klinik und der Kontakt während eines Urlaub innerhalb Deutschlands vermutet.

Alle fünf befinden sich in häuslicher Quarantäne. Während eine Person offenbar kaum Symptome aufweist, leiden die anderen an typischem Husten, Schnupfen und vereinzelt auch Kopfschmerzen und Fieber.

Bei einer Person besteht zusätzlich der Verdacht auf Lungenentzündung.

Update 23. März 10:45 Uhr

Fünf Menschen haben sich über das Wochenende positiv auf das Corona-Virus testen lassen. Damit steigt die Zahl im Kreis Northeim auf 17. Zwei Personen sind stationär in der Uniklinik Göttingen untergebracht, bestätigt die Kreisverwaltung.

Bei den neuen Fällen handelt es sich um fünf Männer. Drei haben sich offenbar im beruflichen Umfeld infiziert und einer mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Aufenthalt in Tirol. Bei einer Person kann der Infektionsweg nocht nicht geklärt werden. Ein Aufenthalt im Risikogebiet scheidet aber aus, heißt es aus dem Kreishaus.

Drei der Betroffenen befinden sich mit Erkältungssymptomen oder auch Durchfall in häuslicher Quarantäne. Zwei Personen werden stationär im Uniklinikum Göttingen behandelt.

Update 22. März, 12:30 Uhr

Im Kreis Northeim hat sich ein Polizeibeamter infiziert. Vier Polizeistationen müssen nun vorübergehend schließen. 

Die evangelische Jugendkirche Leine-Solling startet heute mit einem Live-Gottesdienst. Die Corvinus-Kirche erweitert ihr Angebot mit einer neuen Homepage. 

Update 20. März, 14:30 Uhr

Der Landkreis Northeim erweitert seine allgemeine Verfügung. In dessen Folge sind ab sofort auch Restaurants geschlossen, Lieferdienste dürfen aber weiterhin aktiv sein.

Dazu Ministerpräsident Stephan Weil

 

Update 20. März, 13:30 Uhr

Inzwischen bereiten sich auch die Helios-Kliniken in der Region vor. Das Krankenhaus in Bad Gandersheim soll sich als zentrale Klinik um betroffene kümmern. 

Neue Zahlen

Am heutigen Tag steigt die Zahl der gemeldeten Fälle im Landkreis Northeim auf 17. Damit sind allein seit gestern vier neue Fälle hinzugekommen. Laut Kreisverwaltung handelt es sich um eine Frau und drei Männer. Drei der Neufälle haben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Aufenthalt in Österreich (Ischgl) infiziert. Die andere Person dürfte sich als Kotaktpersonen hier vor Ort mit dem Virus infiziert haben. Alle vier befinden sich laut der Mitteilung mit Erkältungssymptomen (Husten, Fieber, Halsschmerzen, Schüttelfrost) in häuslicher Quarantäne.

Um eventuelle Risiken bestmöglich auszuschließen, richten die Gesundheitsdienste an alle, die aktuell von einer Auslandsreise zurückkehren, den dringenden Appell, sich in den auf die Rückkehr folgenden 14 Tagen möglichst zu Hause aufzuhalten und unnötige zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Daneben sollten die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden.

Wer den Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, soll nicht direkt zum Arzt gehen, sondern telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Für allgemeine Fragen hat der Landkreis Northeim ein Bürgertelefon unter der Nummer 05551/7088080 eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und montags bis donnerstags von 14 bis 16 erreichbar. Außerhalb der Anrufzeiten können Mails an gesundheitsdienste@landkreis-northeim.de gesendet werden.  „Wenn Sie ärztlichen Rat benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, in den Abendstunden und am Wochenende erreichen Sie unter der Nummer 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst.“

Weitere aktuelle Infos gibt es unter www.landkreis-northeim.de/coronavirus und auf der Seite des Robert Koch Institutes unter www.rki.de.

Behörden kontrollieren

Behörden und die Polizei kontrollieren die Einhaltung der aktuell geltenden Regeln zur Minimierung sozialer Kontakte streng kontrollieren. Die gilt auch im Landkreis Northeim. Erster Kreisrat Jörg Richert macht deutlich, dass die Bußgeldstelle des Landkreises darauf ausgerichtet ist, Verstöße zeitnah und rigoros zu ahnden. „Wer gegen die geltenden Reglementierung verstößt muss mit einem Bußgeld oder auch einem Strafverfahren rechnen“, so Richert weiter.

Wie auch die Polizei, führt der Landkreis aktuell mit eigenem Personal im gesamten Kreisgebiet verstärkt Kontrollen durch. „Ich hoffe, dass die Menschen zur Einsicht kommen und soziale Kontakte weitgehend einschränken, nur so werden wir eine Ausganssperre verhindern können“, appelliert Jörg Richert an die Bevölkerung.

Die Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr appellieren an die Bevölkerung: Bleibt zu Hause!

Um die Versorgungskette aufrecht zu halten, wurde das Sonntags-Fahrverbot für Lastwagen gekippt.

Update 19. März 12 Uhr

Vier neue Infektionen bestätigt der Landkreis Northeim. Damit steigt die Zahl auf 13. Bei den Neu-Infektionen handelt es sich um eine Frau und drei Männer. Auch bei ihnen wird davon ausgegangen, dass sie sich im Urlaub in Österreich angesteckt und Kontakt zu den bereits infizierten hatten. Laut Kreisverwaltung befinden auch sie sich in häuslicher Quarantäne. Symptome wie Huste, Fieber, und Schüttelfrost sowie Magen-Darm-Beschwerden treten auf.

Die Stadt Northeim will mehr Polizei auf die Straße schicken, um die angekündigten Maßnahmen konsequenter durchzusetzen. 

Die Stadt Northeim hat zudem den Publikumsverkehr auf Friedhöfen untersagt. Urnenbeisetzungen und Erdbestattungen finden aber wie gewohnt statt. Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, im kleinen Kreis direkt am Grab Abschied zu nehmen.

Auch die Spielplätze sind gesperrt. Das Rathaus bleibt bis Mitte April für Besucher geschlossen.

Kirche ohne Kirche

Pastor Jens Gillner spricht im Interview über leere Kirchen und wie der Glaube helfen kann, die Zeit zu überstehen.

Und in Einbeck?

In Einbeck ruft die Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek zu Solidarität auf. Zudem wurde im Einbecker Rathaus der Krisenstab erweitert. Seit Sonntag wurden in kontinuierlichen Telefonkonferenzen u.a. mit der Führung der Feuerwehr, der Hilfsorganisationen, dem Einbecker Bürgerspital, der Diakonie sowie Vertretern der Ärzteschaft die Koordinierungsarbeiten vorangebracht, heißt es.

Dabei stehen derzeit die Versorgung von Bedürftigen, Transportfragen, die Vorbereitung und Erweiterung der Raumkapazitäten des Bürgerspitals sowie die Aufrechterhaltung der ambulanten medizinischen Versorgung im Stadtgebiet im Vordergrund.  „Wir hoffen natürlich alle, dass diese Maßnahmen nicht zum Tragen kommen müssen, aber wir müssen vorbereitet sein“, so Dr. Michalek

Hilfe-Netzwerk

Zudem arbeitet die Stadt Einbeck  gemeinsam mit den Hilfsorganisationen und der Diakonie Stiftung am Aufbau eines Netzwerkes, um die Versorgung ganz besonders unserer älteren und hilfsbedürftigen Bürgern auch während der Corona Pandemie sicherzustellen.

Mitarbeiter dieser Organisationen werden in Absprache mit der Verwaltung und mit Hilfe von Ehrenamtlichen dafür Sorge tragen, dass Einkäufe erledigt werden und auch die Versorgung von Medikamenten in Absprache mit den Hausärzten gegeben bleibt. Selbstverständlich vertraulich und unter dem Dach des Datenschutzes. Auch wurde jetzt der erste professionelle Lieferdienst in der Stadt in das Netzwerk einbezogen.

Die ersten freiwilligen Helfer haben sich bereits auf der Webseite www.diakoniestiftung-einbeck.de registriert. Ehrenamtliche können sich weiterhin auf dieser Homepage registrieren, sich aber auch ab sofort unter der Telefonnummer des Diakonischen Werkes Leine-Solling 05561 1004 melden.

Weiterhin ist auch bei der Stadt Einbeck eine Registrierung unter der Telefonnummer 05561 916-444 zu den üblichen Geschäftszeiten oder der Mailadresse helfendehaende@einbeck.de möglich.

Update 18. März 11 Uhr

Der Landkreis Northeim bestätigt zwei weitere Corona-Fälle in der Region. Damit steigt die Zahl der Betroffenen auf neun. Auch bei den zwei neuen Fällen handelt es sich laut Kreisverwaltung um junge Männer, die sich offenbar in Ischgl angesteckt haben. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne und zeigen typische Symtome wie Husten und Fieber, heißt es weiter.

Mittlerweile bietet die Kreisfeuerwehr Northeim für die aktiven der Feuerwehr ein neues Angebot. Wie die „digitale Dienst“ aussieht, liest Du hier. 

Pastor Jens Gillner meldet sich mit einer neuen Ausgabe seiner Kolumne #AnGedacht zur aktuellen Situation zu Wort.

Inzwischen hat die Stadt Northeim auch alle Osterfeuer abgesagt.

Eine weltweite Gesamtübersicht der Infektionen findest Du hier. 

Update 16. März 17 Uhr

Inzwischen bestätigt der Landkreis Northeim zwei weitere Fälle von Betroffenen. Auch hier wurde sich offenbar im Österreich-Urlaub angesteckt. Bei den Fällen sechs und sieben handelt es sich jeweils um männliche Personen. Beide befinden sich laut Kreisverwaltung Daheim in Quarantäne und weisen Krankheitssymptome wie Fieber und Schnupfen  auf.

Im Interview erzählt Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, welche Herausforderungen die Corona-Kriese für die Stadtverwaltung bedeuten. Auch, wenn das Rathaus für ein paar Tage geschlossen wird, sind die Mitarbeiter weiterhin erreichbar.

Gleiches gilt für die Kreis-Sparkasse Northeim. Die Hauptfiliale am Markt in Northeim wird für Besucher geschlossen. Gleiches gilt für die Filialen in Höckelheim, Sudheim, Sebexen und Oldenrode/Düderode. Die Geldautomaten sind weiterhin frei zugänglich. Alle weiteren Filialen bleiben geöffnet. Auch die Berater sind telefonisch weiterhin erreichbar. „Die Kreis–Sparkasse Northeim bittet darum, persönliche Beratungstermine auf ein Mindestmaß zu reduzieren oder zu verschieben und vorerst das umfassende digitale und telefonische Angebot zu nutzen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das KundenServiceCenter der KSN erreichen Sie montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr unter der Rufnummer 05551/7090. Hier können Sie auch Termine vereinbaren, um Zugang zu den Schließfachanlagen in der Hauptstelle zu erhalten.

Auch die Stadt Einbeck sagt weiterhin Veranstaltungen ab und schließt das Rathaus vorübergehend. Das betrifft bis 20. März auch alle Außenstellen (Bürgerbüro Kreiensen, Standesamt, Museum u. Archiv, Bibliothek, Kulturring u. Touristinfo). Die Mitarbeiter sind weiterhin telefonisch erreichbar.

Eintracht Northeim bietet indes Hilfe für ältere Menschen an, wenn es darum geht, Alltagsaufgaben zu erledigen. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Update 13. März, 21:30 Uhr

Im Landkreis Northeim hat sich am Freitagabend die fünfte Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Laut Kreisverwaltung ist ein „Mann mittleren Alters“ betroffen. Wie die anderen vier war auch er im Skiurlaub in Ischgl. Gemeinsam mit seiner Familie befindet er sich nun in zu Hause in Quarantäne. Er zeigt ebenfalls Erkältungssymptome, die aber offenbar wieder abglingen. Wie bereits in den anderen bestätigten fällen auch, wird der Landkreis nun weitere Kontaktpersonen informieren und „falls notwendig Quarantänemaßnahmen einleiten“.

Keine Besucher

Indes hat die Kreisverwaltung angekündigt, dass Menschen in Alten- und Pflegeheimen ab Montag, 16. März, nicht mehr besucht werden dürfen. Sie seien insbesondere Teil der Risikogruppe, heißt es. So sollen die “ Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen vor einer Infektion mit dem Coronavirus“ geschützt werden.

Ausgenommen von dem Besuchsverbot sind Personen, „die für den laufenden Betrieb der Alten- und Pflegeheime sowie die Versorgung unerlässlich sind.“ Das betrifft zum Beispiel medizinisches Personal, Lieferdienste und Therapeuten.Die Anordnung gilt zunächst bis zum 18. April 2020.

Auch das Kreishaus selbst wird am Montag für drei Tage geschlossen, um “ Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs im Falle einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus zu treffen.“

Update 13. März, 14 Uhr

Die Schulen und Kitas werden am Montag geschlossen. Ein Notfallbetrieb wird eingerichtet. Alle Infos findest Du hier. 

Update 13. März, 11 Uhr

Um die Schüler vor dem Corona Virus zu schützen, werden voraussichtlich auch die Schulen im Landkreis Northeim ab Montag, 16. März geschlossen. Das entschied nun die Landesregierung. Erst nach den Osterferien soll der Schulbetrieb wieder starten. Vielleicht.

Betroffen sind alle Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Schulen in der Region. Die Schließung wird nahtlos in die Osterferien übergehen. Ausgenommen sind Abiturienten. Hier geht der Schulbetrieb am 15. April weiter.

Betroffen sind auch Kitas und Kindergärten. Notbetreuungen sollen angeboten werden.

Zudem wird der Handball- und Fußballbetrieb in der Region komplett eingestellt.

Update 12. März, 16:45 Uhr

Inzwischen bestätigt der Landkreis Northeim einen vierten bestätigten Fall. Der junge Mann hatte laut einer Mitteilung aus dem Kreishaus Kontakt zu einem der drei Betroffenen, die bereits am Montag positiv getestet wurden. Aktuell befindet er sich in häuslicher Quarantäne und zeige laut Gesundheitsamt keinerlei Erkältungssymtome. Entsprechende weitere Kontaktpersonen werden nun gesucht.

Leichte Grippe

Die Frau hat sich vermutlich in ihrem Urlaub in Südtirol angesteckt. Sie befindet sich derzeit zu Hause und zeigt leichte Erkältungszeichen, heißt es in der Mitteilung. Die beiden Männer seien kürzlich im Skiurlaub in Ischgl (Österreich) gewesen und haben sich wohl dort angesteckt. Einer der Männer zeigt leichte Erkältungssymptome, der andere beschreibt grippeartige Symptome Laut den Angaben stehen keine der drei Personen im Bezug zueinander.

Von allen dreien werden derzeit im Gesundheitsamt die Kontaktpersonen ermittelt. „Wann das Virus auch bei uns im Landkreis ankommt, war nur eine Frage der Zeit. Wir haben uns seit Wochen gemeinsam mit den Gesundheitseinrichtungen im Landkreis intensiv auf diesen Fall vorbereitet“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Ihre Empfehlung: „Halten Sie sich an die Hygieneregeln und halten sich von Menschen mit Atemwegsinfekten und Menschenmassen fern.“

Veranstaltungen absagen

Durch diesen Zwischenfall sollen regionale Veranstaltungen erneut geprüft werden, mögliche Absagen drohen. Dr. Regina Pabst als Amtsärztin im Landkreis Northeim rät, nun doch schneller eigenständig eine Entscheidung zur Absage von Veranstaltungen zu treffen.“ Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, am Coronavirus erkrankt zu sein, gehen Sie bitte nicht direkt zum Arzt, sondern nehmen telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.“

KSN-Events bis Mai abgesagt

Nach der Stadt Northeim reagiert auch die Kreis-Sparkasse Northeim und sagt alle Veranstaltungen bis einschließlich Mai ab. Man wolle damit einer möglichen Verbreitung des Corona-Virus entgegenwirken. „Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht, aber die Sicherheit aller Menschen in unserer Region hat für uns oberste Priorität, sodass wir die diesjährige Messe „Bauen und Wohnen“ absagen müssen“, so KSN-Pressesprecher Gernot Bollerhei. Der Berufsinfomarkt im Mai wird zusätzlich abgesagt. „Die Organisatoren des BIM, KSN, BBS 2 und Agentur für Arbeit bedauern den Schritt außerordentlich. Aber auch hier gilt „Safety first““, so Bollerhei weiter.

Kein Frühlingserwachen

Auch das Northeimer Frühlingserwachen mit verkaufsoffenem Sonntag findet nicht statt. „Aufgrund des heute in Kraft getretenen Erlasses des Landes Niedersachsen alle Veranstaltungen im Land mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen, hat der geschäftsführende Vorstand des Stadtmarketing Northeim heute beschlossen, die für den 21. & 22. März geplante Veranstaltung „Northeimer Frühlingserwachen“ abzusagen“, heißt es in einer Mitteilung. Auch der verkaufsoffene Sonntag wird nicht stattfinden.

Auch Einbeck und der Landkreis sagen Veranstaltungen ab

In Einbeck wird der „Frühling-Mittendrin! Motorshow und Gartenzauber“ und der verkaufsoffenen Sonntag ausfallen. Angedacht war hierfür der 18. und 19. April. Auch die Messe auf dem Festplatz wurde von den Veranstaltern – Christian Ewald und Hannig Fuhrmann – abgesagt. Messe und Frühling-Mittendrin! werden erst wieder 2021 stattfinden. „Wir reagieren mit der Absage bzw. Verschiebung unserer Events auf die aktuellen Entwicklungen in Niedersachsen. Vom Veranstaltungsverbot betroffen sindsowohl Events, die in geschlossenen Räumlichkeiten wie auch im Freien stattfinden. Bei einem verkaufsoffenen Sonntag in Einbeck werden mehrere tausend Besucher erwartet – beim Event Frühling-Mittendrin! etwa 20.000 Teilnehmer. Das Land folgt damit anderen Bundesländern, die größere Veranstaltungen nicht mehr erlauben. Sicherheit und Gesundheit gehen vor,“erklärt Einbeck Marketing Geschäftsführerin Anja Barlen-Herbig.

Auch der landesweit geplante Zukunftstag wird in den Herbst geschoben. Eigentlich sollten am 26. März junge Menschen Einblicke in die Arbeit der Kreisverwaltung Northeim bekommen. Wann genau der Aktionstag wiederholt wird, soll später bekannt gegeben werden.

Feuerwehren stellen Übungsdienst ein

Auch die Kreisfeuerwehr Northeim reagiert auf die aktuelle Situation. Alle Lehrgänge und Veranstaltungen auf Kreisebene sind abgesagt. Zudem sind die Ortsfeuerwehren angehalten, den Übungsdienst auf ein Minimum zu reduzieren. Viele Feuerwehren im Northeimer Stadtgebiet sagen die Übungsdienste komplett ab. „Um weitere Infektionsfälle zu vermeiden oder zumindest zu verlangsamen, sind derzeit eine strenge Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen erforderlich“, sagt Kreisbrandmeister Marko de Klein.

Das hat auch Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit, sagt Konstanin Mennecke, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart: „„Hintergrund ist auch, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren sicherzustellen – die jeweiligen Führungskräfte der Kinder- und Jugendfeuerwehren sind ja auch in ihrer Ortsfeuerwehr aktiv.“

Das sagt der Landkreis

Zuletzt hieß es in einer Mitteilung des Landkreises und der Gesundheitsämter noch, „für eine grundsätzliche Absage aller Veranstaltungen im Landkreis Northeim gibt es aktuell aber keinen Anlass.“ Und:  „Derzeit ist bei lokalen Veranstaltungen noch nicht von einem hohen Ansteckungsrisiko auszugehen.“ Dennoch wurden erste Handlungstipps gegeben, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen: „Die eigenverantwortliche Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit sind wichtige Bestandteile.“

Bisher gibt es keinen gemeldeten Fall von Corona im Landkreis Northeim, hieß es am Montagmittag aus dem Kreishaus. Das könnte sich aber jederzeit ändern „Es ist aber davon auszugehen, dass sich das Virus deutschlandweit und auch im Kreisgebiet ausbreiten wird“, heißt es. Und weiter: „Jedem Einzelnen muss außerdem klar sein, dass das Risiko, sich mit Erkältungs- und Infektionskrankheiten wie dem Coronavirus zu infizieren, mit dem Aufenthalt in Menschenansammlungen steigt. Auch wenn bei uns im Landkreis bisher noch kein Fall von Corona-Infektion festgestellt wurde, so muss doch in den nächsten Wochen auch hier mit dem Auftreten gerechnet werden.“

Amtsärztin mahnt zur Vorsicht

Amtsärztin Dr. Regina Pabst empfiehlt, Großveranstaltungen vorbeugend zu meiden.  derweil, „Für eine völlige Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen Corona gibt es aber derzeit keinen Grund.“ Laut der Ärztin ist das Risiko einer Ansteckung dann erhöht, wenn“sehr viele Leute zusammen kommen, vor allem wenn welche aus von COVID-19 betroffenen Regionen dabei sind, wenn die Leute viel (v.a. in körperlicher Nähe) Zeit miteinander verbringen und die Lüftungsverhältnisse nicht gut sind.“ Am Ende aber trage jeder selbst die Verantwortung für seine Entscheidung.

Amtsärztin Dr. Pabst

Info-Telefon

Für allgemeine Fragen hat der Landkreis Northeim ein Bürgertelefon unter der Nummer 05551/7088080 eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und montags bis donnerstags von 14 bis 16 erreichbar.

Unter der Nummer 116 117 ist außerdem der ärztliche Bereitschaftsdienst rund um die Uhr erreichbar. Laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus findet ihr  auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-northeim.de/coronavirus und auf der Seite des Robert Koch Institutes unter www.rki.de.

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