Corona: So viele Menschen wurden in Northeim schon getestet

Täglich liefert der Landkreis Northeim offizielle Zahlen und meldet, wie viele Menschen im Kreis bereits positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Außerdem wird gemeldet, wie viele wieder gesund sind. Aber wie kommen diese Zahlen eigentlich zustande und wie sind sie einzuordnen? Spannend wird es vor allem im Vergleich zum größten Nachbar-Landkreis.

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Übrigens: Corona ist die Virusart. Sars-CoV-2 ist das Virus. Die Lungenkrankheit, die es auslöst, heißt COVID-19.

Was die Zahlen wert sind

Das Tempo, mit dem sich der neuartige Corona-Virus im Landkreis Notheim ausbreitet, ist im Vergleich langsam. Dabei werden den Gesundheitsämtern aktuell nur bestätigte Fälle gemeldet. Verdachtsfälle werden nicht registriert, heißt es auf Nachfrage. Überhaupt: Was bedeutet die Zahlen von heute für morgen? Ein Versuch ist es wert.

Verdachtsfälle

Aufschluss bietet hier zumindest die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN). Dort werden auch die Testzentren organisiert. Im Landkreis Northeim ist in Einbeck ein solches Testzentrum eingerichtet. Der direkte Nachbar-Kreis Göttingen hat drei: eins in Göttingen, eins in Herzberg und eins in Hann. Münden.

Derzeit entscheiden die Hausärzte in Einzelfällen, ob sie den Patienten testen lassen. Dabei nehmen sie die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts als Maßstab. Ein Verdacht entsteht dann, wenn sich jemand zum Beispiel im Umfeld eines bereits Erkrankten aufgehalten hat. Diese Kontakte „sind dem Gesundheitsamt in der Regel schon bekannt, da die Kontaktpersonen von nachgewiesen Erkrankten erfragt und unter Quarantäne gestellt werden“, sagt eine Landkreis-Sprecherin.

Laut KVN wurden seit Eröffnung des Testzentrums am 24. März in Einbeck bis zum 2. April 224 Personen aus dem Landkreis Northeim auf das Virus getestet. Der Landkreis Northeim bestätigt derzeit, also am 2. April, 49 Fälle, davon sind 15 wieder gesund. 

Zum Vergleich: Im Landkreis Göttingen sind derzeit 181 Fälle registriert. Dafür wurden 1,168 Personen getestet. 698 davon seit dem 12. März in Göttingen, 342 seit dem 23. März in Herzberg und 128 in Hann. Münden. Inzwischen gibt es im Kreis Göttingen auch den ersten Todesfall durch COVID-19. Eine 92-Jährige ist in einer Herzberger Klinik verstorben.

So wird getestet

Bei diesen Tests wird ein Abstrich aus dem Nasen-Rachenraum genommen. Die Entnahme erfolgt in der Regel durch den Arzt im Testzentrum.

Hat ein Patient zwar Kontakt gehabt, aber keine Symptome, wird aber nicht getestet. „Bei fehlenden Erkrankungszeichen ist ein Test sinnlos, da er nicht ausschließt, dass man  gerade dabei ist, an COVID-19 zu erkranken“, so die Sprecherin. Das ist ein Kompromiss. „Es muss auch bedacht werden, dass die Testkapazitäten begrenzt sind und für die wirklich Kranken zur Verfügung stehen müssen.“

Aktuelle Tests benötigen derzeit noch „einige Tage“, bis ein Ergebnis feststeht. Testzentren und Labors seinen derzeit „bis an die Belastungsgrenze“ ausgelastet. Bis das Ergebnis feststeht, wird im Einzelfall entschieden, wie gewartet werden soll. „Wenn man krank ist, bleibt man auf jeden Fall zu Hause. Oft stehen die Personen ohnehin unter Quarantäne“, erklärt die Landkreis-Sprecherin.

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