Erneut waren in der Nacht Rettungskräfte in Salzderhelden im Einsatz. Wieder brannten Gartenlauben in der Nähe der historischen Saline.

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Hubschrauber im Einsatz

Laut Kreisfeuerwehr ging der Alarm bei den Einbecker Feuerwehren gegen 21.17 Uhr ein. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle stellte sich heraus, dass zwei Gartenlauben in zwei unterschiedlichen Parzellen, etwa 50 Meter voneinander entfernt,  brannten. Laut Polizei brannte im ersten Parzellenbereich ein Gebäude komplett und ein Gebäude teilweise herunter, in der anderen Parzelle brannte ein Gebäude komplett herunter.

Eine sofort eingeleitete Fahndung inklusive Einsatz des Polizeihubschraubers nach verdächtigen Personen verlief negativ. Noch in der Nacht wurden die Ermittlungen durch die bereits in der PI Northeim zu diesem Komplex eingerichte Ermittlungsgruppe aufgenommen.

Großeinsatz

Am Ende waren rund 120 Kräfte der Feuerwehren aus Salzderhelden, Einbeck, Vogelbeck, Sülbeck, Immensen, Drüber und Langenholtensen, das Technische Hilfswerk aus Einbeck, der Einsatzleitwagen der Stadt Einbeck, das DRK der Bierstadt und der Polizei im Einsatz. Zufälligerweise war auch die Feuerwehr Langenholtensen aus dem Stadtgebiet Northeim zur Ausbildung in der Nähe und unterstützte die Einbecker Kräfte mit Löschwasser, so Mennecke.  Gegen 23.30 Uhr war dieser Einsatz beendet. Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Während des Einsatzes kreiste der Polizeihubschrauber Phoenix über der Region.

Eine sofort eingeleitete Fahndung und auch der des Polizeihubschraubers nach verdächtigen Personen verlief laut Polizei zunächst erfolglos. Die bereits durch die vorherigen Brände eingerichtete Ermittlungsgruppe der Northeimer Polizei hat ihre Arbeit erneut aufgenommen.

Wieder Einbeck

Es ist dieselbe Stelle, an denen erst vor wenigen Tagen zwei Lauben vollständig abgebrannt sind. Die Polizei fasste direkt im Anschluss eine 30-Jährige frau, die die Brandstiftung gestand.

Sie stand außerdem im Verdacht, vor rund zwei Monaten mehrere Brände gelegt zu haben. Damals wurde sie von einer Zivilstreife auf frischer Tat ertappt, kam in Untersuchungshaft und wurde kurz vor ihrer erneuten Brandstiftung unter Auflagen freigelassen. Zuletzt wurde sie im Anschluss an ihr Geständnis in eine psychiatrische Fachklinik zwangseingewiesen.

Fotos: Mennecke

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