Wer ist Georg?

Acht Northeimer Freunde wollen den alten Siechenanger an der Rhume wieder auf Vordermann bringen, ein Northeimer Pils brauen und es dort in einem Biergarten anbieten. Was klingt wie eine gute Idee, ist in Wahrheit viel mehr. Sehr. Viel. Mehr.

Test

Es ist ein Experiment, ein Versuch. Also der Versuch, herauszufinden, ob eine kleine Idee reicht, um in Northeim etwas zu bewegen. Das ist die Motivation, die hinter dem Handeln der acht steckt. Die Gruppe um den Northeimer Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne kennt sich, ist privat befreundet und kam auch so ins Gespräch. Darüber, in Northeim einen Ort der lockeren Gemeinschaft zu schaffen. Und zu beweisen, dass es allein mit Anpacken möglich ist. Am 15. September geht die Idee dann auf den Prüfstand.

Prost

Ist es möglich, mit einem eigens dafür gebrauten Northeimer Bier Menschen zusammenzubringen, um die Schönheit an der Rhume zu genießen? Der Ort: der Siechenanger, von den Acht in Handarbeit (und mit einem Radlader, Bagger, etwas Rindenmulch, einem Hechsler und zwei Motorschneidern) wieder nutzbar gemacht. Das Getränk: Northeimer Pils mit neuem Namen, gebraut in der Duderstädter Brauerei von Otto-Bock-Chef Hans-Georg Näder.

Es ist der Testlauf für das, was die Acht schon für das kommende Jahr im Regelbetrieb planen. 200 Liter gibt es am 15. September vom Fass, 300 Liter werden in Flaschen abgefüllt. Name und Logo stehen bereits. Georg ist der Namenspatron des Bieres und auchder Kapelle am Siechenanger mit angeschlossenem Haus, unweit des Rhumedamms in Richtung Gustav-Wegner-Stadions. Vor vielen hundert Jahren wurden sterbenskranke dort, fernab des Stadtkerns, zum sterben gebracht. Urkunden sprechen vom Jahr 1432. Malereien und das pure Alter (auch nach der Renovierung im 18. Jahrhundert) lassen das Gebäude unter Denkmalschutz stehen.

Improvisation

Der Testlauf wird improvisiert, mit Bierzeltgarnituren und Getränkestand. Kommt die Idee bei den Northeimern gut an, dann gibt es eine ordentliche Fortsetzung mit Öffnungszeiten am Siechenanger. Und vielleicht sogar einer richtigen Gastronomie mit eigener Brauerei in der Kapelle. Das jedenfalls ist der Plan. Aus der Idee wäre dann der Beweis geworden: in Northeim lässt sich etwas umsetzen.

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