Ein „Bündnis des Mittelstands“ ruft für Dienstag zu einem Protest in Northeim auf. Nach einem Demo-Zug vom Mühlenanger aus soll es am Marktplatz vor der Alten Wache Kundgebungen von Gewerbetreibenden wie Gastronomen, Landwirten, Pflegediensten und Spediteuren geben. Sie fordern zunächst eine „volksgerechte Politik“.

Treffpunkt am Mühlenanger

Geplant ist, dass sich alle Teilnehmenden gegen 17:30 Uhr auf dem Mühlenanger in Northeim treffen, sagt Arne Röttcher von der Vereinigung „Land schafft Verbindung“ (LSV). Der Anger könne auch als Parkplatz genutzt werden, denn im Anschluß geht es zu Fuß mit Plakaten, Lichtern und Pfeifen in Richtung Marktplatz vor die Alte Wache. Die Demonstration werde von der Polizei begleitet, sagt der Initiator. Ein Traktor des LSV fahre vorweg. Zudem sind rund 20 Ordnerinnen und Ordner eingeteilt.

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Politiker „haben uns angelogen“

Laut Röttcher werden mindestens 500 Teilnehmende erwartet. Für Redebeiträge haben sich Menschen aus der Gastronomie, der Pflege, der Landwirtschaft und dem Handel angekündigt. Vertretende aus der Politik seien zunächst außen vor. „Wir machen seit Jahren Vorschläge, die dann trotz Zusagen nicht umgesetzt werden“, kritisiert Röttcher die hiesige Landes- und Bundespolitik. Zwar suchen jüngst auch Vertreterinnen und Vertreter der Politik in Südniedersachsen den Dialog. „Aber dann zeigen die Stimm-Ergebnisse, dass sie uns angelogen haben. Wir wissen auch nicht mehr, was wir noch tun können“, so Röttcher.

Seit Anfang des Jahres gehen Landwirte auf die Straße. Ihnen schließen sich andere Gewerke an.

Rednerinnen und Redner werden konkret

Mit der Forderung einer „Volksgerechten Politik“ umschreiben die Initiatoren den Blick in die Geldbörsen der Bürgerinnen und Bürger. „Am Ende betrifft uns ja jede Maßnahme direkt“, so Röttcher. Konkret wollen die Rednerinnen und Redner ihre Forderungen auf der Bühne formulieren. Diese werden nach dem „Lichtermarsch“ vom Mühlenanger gegen 18:30 Uhr auf dem Marktplatz erwartet. Die Bühne wird auf Höhe der Feuerwehr-Figur aufgestellt, sagt Röttcher.

Seit Wochen gehen Menschen aus dem Landkreis Northeim aus unterschiedlichen Gründen auf die Straße. Hier zuletzt eine Demonstration gegen rechte Politik und die AfD.

Wochen der Proteste

Es ist nicht der erste Protest dieser Art – auch in Northeim. Zu Weihnachten und Anfang des Jahres setzten Landwirte mit ihren Traktoren auf den Straßen ein Zeichen. Vor rund einer Woche hatten sie erneut den Verkehr lahmgelegt. Parallel gehen Menschen in Northeim mehrfach gegen menschenverachtende Politik auf die Straßen, kritisieren dabei konkret die AfD. 

Hinweis: Das Titelbild entstand beim Protest des Landvolks Anfang Januar.

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