Unter Begleitung der Polizei fuhren einen Tag vor Heiligabend mehr als 100 Landwirte mit ihren Traktoren durch Northeim. Nach einer Sternfahrt aus dem Kreisgebiet, trafen sie sich am Samstagmorgen in Northeim spontan am Mühlenanger.

Fahrt durch Northeim

Von dort aus führte eine gemeinsame Protestfahrt über die Einbecker Landstraße, Berliner Allee und die Göttinger Straße. Die Landwirte aus der Region schließen sich den bundesweiten Protesten an. Sie befürchten, durch die Streichung gleich mehrerer Subventionen nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein. Was die Landwirte konkret stört, hat der Norddeutsche Rundfunk an dieser Stelle umfangreich zusammengefasst.

Die Gruppe der Landwirte hatte sich spontan über eine WhatsApp-Gruppe verabredet. Die Fahr verlief friedlich, die Polizei stand in enger Absprache mit den Landwirten.

Die Gespräche am Rande zeigen den Unmut der Landwirte. Sollte die Regierung ihre Pläne umsetzen und vor allem Steuererleichterungen wegfallen, drohen vielen Betrieben Mehrkosten von tausenden Euro pro Jahr. „Dann sind wir europäisch nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn anderswo Heizöl getankt werden darf“, sagte ein Landwirt. Zumal die steigenden Verkaufspreise nicht an die Erzeuger weitergegeben werden, sondern an grundsätzlichen Preissteigerungen geknüpft sind.

Mit ihren Fahren wollen die Landwirte zeigen, dass sie in der Sache verein sind und eine „klare Haltung vertreten“, so ein weiterer Landwirt. Sie sind nicht, wie oft behauptet wird, gegen die Regierung als solche. Sehr wohl aber unzufrieden mit den anstehenden Plänen zur Entlastung des Staatshaushaltes, „die auf unserem Rücken ausgetragen wird“.

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