Mit zwei mobilen Impfteams aus Northeim ist das Deutsche Rote Kreuz ab Donnerstag im Landkreis Göttingen unterwegs. Im Einsatz sind vor allem ehemalige Mitarbeitende des ehemaligen Northeimer Impfzentrums. Diese werden laut DRK-Rettungsdienst in Südniedersachsen gGmbH-Geschäftsführer Thomas Gerlach „im Landkreis Northeim nicht benötigt“.

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Kein Bedarf für DRK in Northeim

Im Kreis Northeim kümmert sich im Auftrag der Kreisverwaltung derzeit der Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter Unfallhilfe um mobile und stationäre Impfangebote. Das DRK hatte bis Oktober 2020 das Impfzentrum in Northeim betrieben, bewarb sich offenbar ebenfalls um die mobilen Teams in Northeim – und wurde wohl nicht berücksichtigt. Zuletzt betonte der ehemalige Leiter des Impfzentrums, Frank Beckmann, dass die Mitarbeitenden bei Bedarf aber bereitstehen.

Zuletzt gab es zwischen Landkreis und DRK-Kreisverband offenbar dicke Luft, wie die Kollegen der HNA berichteten

Erfahrene und neue Hilfskräfte bekommen einen auffrischenden Lehrgang vor dem Impfstart.

Nun engagieren sich die Rotkreuzler des Kreisverband Göttingen-Northeim im Kreis Göttingen. Ab dem 16. Dezember werden zwei Impf-Teams für das gemeinsame Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen im Einsatz sein, bestätigt Gerlach:„Es ist uns eine Freude, unser Know-how bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch wieder im Zusammenhang mit dem Impfen einbringen zu können.“

39 Helfer impfen in Göttingen

Von der Hauptzentrale Northeim aus werden Impfteams, die jeweils mit drei Verwaltungskräften, drei medizinischen Fachkräften als so genanntes impffähiges Personal und zwei Unterstützungskräften, die als Ansprechpersonen und Lotsen vor Ort fungieren, täglich in vielen großen und kleinen Orten rund um Göttingen unterwegs sein, um die Menschen zu impfen.

In kurzer Zeit wurden 39 Personen gefunden, die die Arbeitszeiten der mobilen Impfteams mit unterschiedlichen Stundenanteilen abdecken. „In nur knapp 14 Tagen Vorbereitungszeit haben wir die beiden Impf-Teams aus dem Boden gestampft. Nach einem Schulungstag für alle Beschäftigten am 15. Dezember 2021 kann es dann am 16. Dezember losgehen“, so Gerlach weiter.

Fachpersonal sofort einsatzbereit

Die Routenplanung für die Impfteams erfolgt zentral über die Untere Gesundheitsbehörde. Es sind tageweise Stopps der Impfteams in unterschiedlichen Orten der gesamten Region vorgesehen. Die jeweiligen Impfmöglichkeiten werden dann vor Ort bekannt gemacht.

Mit 39 ausgebildeten Kräften zieht das DRK von Northeim nach Göttingen, um dort zu impfen.

Der DRK-Geschäftsführer betont, dass es sich bei dem Personal ausnahmslos um ehemalige Beschäftigte aus dem früheren Impfzentrum in Northeim handele, welches im Landkreis Northeim nicht benötigt werde. Er sei stolz, vielen ehemaligen Mitarbeitenden eine neue Perspektive geben zu können – zudem sei aber gerade auch gutes Fachpersonal nicht leicht zu haben, weshalb die eingespielten Teams und die im Grunde bereits eingearbeiteten Beschäftigten von jetzt auf gleich vollumfänglich arbeitsfähig seien.

Erfahrung im Impfzentrum

Denn das Rote Kreuz bringe laut Gerlach in Bezug auf das Impfen durch das DRK-Impfzentrum Northeim nicht nur detailliertes Fachwissen mit, sondern auch Erfahrung in den administrativen Abläufen. „Das ist ein großer Vorteil für alle Seiten und kommt insbesondere der Bevölkerung zugute. Wir freuen uns auf die neuerliche Aufgabe und stehen den Kommunalverwaltungen und der Bevölkerung bei der Bewältigung der Pandemie als verlässlicher Partner stets mit voller Kraft zur Seite.“

Der Landkreis Northeim sucht derweil im Auftrag von ASB und Johanniter weiterhin personelle Unterstützung bei den Impfteams. 

Fotos: DRK Kreisverband Northeim/Göttingen

https://steadyhq.com/de/northeim-jetzt

1 Kommentar

  1. Im Ernst? Existiert Uslar nicht auf der Northeimer Landkarte?! Das Impfangebot in Wohlbrechtshausen ist das am Nähesten für uns, und bietet auch nur Moderna an, was Schwangeren nicht nehmen darf. Und Kinderimpfungen gibt es noch weniger Angebot. Wir müssen eine Stunde lang ins Hessen reinfahren dafür. Und dann redet die HNA von „händeringend“ wegen unwilligen Ärzten in Uslar. Bitter.

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