Statt eines großen Impfzentrums wie im vergangenen Jahr, plant der Landkreis Northeim aktuell Mini-Impfzentren im Kreisgebiet einzurichten. Zwei Standorte stehen schon fest. Das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber des ehemaligen Impfzentrums in der Northeimer Stadthalle bleibt zunächst außen vor.

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Zwei Mini-Impfzentren im Norden und Süden

Stattdessen will der Kreis weiter mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zusammenarbeiten. Mit beiden Hilfsorganisationen werden derzeit mobile Impfteams bereitgestellt. Die nun vom Land Niedersachsen bereitgestellten finanziellen Mittel sollen dabei helfen, beide Organisationen personell aufzustocken. Während die Johanniter eine Impfstation in Einbeck betreibt, wird der ASB das Dorfgemeinschaftshaus in Wolbrechtshausen entsprechend einrichten.

Laut Kreisverwaltung sei es mit den beiden geplanten Einrichtungen möglich, sowohl den Norden als auch den Süden des Kreisgebietes mit einem stationären Impfangebot abzudecken. Ob weitere Einrichtungen zum Beispiel in der Kreisstadt hinzukommen, sei laut einer Kreissprecherin noch offen. „Über die Standorte und den Umfang der stationären Impfangebote werden detaillierte Infos noch bekannt gegeben“, heißt es auf Anfrage. Zur Eröffnung des Zentrums in der Northeimer Stadthalle wurde vor rund einem Jahr insbesondere die Lage und Erreichbarkeit aus dem gesamten Kreisgebiet gelobt.

DRK bleibt außen vor

Auch das Deutsche Rote Kreuz bleibt zunächst bei den Planungen unberücksichtigt. Bis Oktober hatte das DRK das Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle betrieben und mehr als 90.000-mal geimpft. Warum die Gesundheitsdienste des Landkreises auf das erfahrene Team verzichten, wollte die Sprecherin auf Anfrage nicht beantworten und verwies lediglich auf die bestehende Zusammenarbeit mit den beiden anderen Organisationen.

Das mobile Impfangebot durch Johanniter und ASB soll durch die neuen Aufgaben nicht eingeschränkt werden. „Die mobilen Angebote bleiben weiter bestehen“, betont eine Sprecherin. Außerdem sollen nach Bedarf weiterhin Sonderaktionen angeboten werden.

Start Anfang Dezember

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel will durch das Angebot des Landes vor allem die Ärzte in der Region unterstützen. „Mit diesen zusätzlichen Impfangeboten schaffen wir eine gute Basis, um die Ärztinnen und Ärzte beim Impfen zu unterstützen und so gemeinsam der vierten Welle zu begegnen“, so Klinkert-Kittel. „Ein großer Dank geht vor allem an die JUH und den ASB, welche durch Ihr Engagement schon jetzt zahlreiche Impfwillige erreicht haben.“

Aktuell laufen laut Kreishaus noch die konkreten Detailplanungen und weiteren Vorbereitungen zur Umsetzung der Impfangebote. Der Start der Aktion ist wohl für Anfang Dezember geplant. Wie genau Menschen aus dem Landkreis Northeim dann an ihre Impfung kommen, wird später mitgeteilt.

Auch zu den Kosten hält sich die Kreisverwaltung derzeit noch bedeckt. Im Kreishaus verweist mal lediglich auf das bestehende Finanzierungsangebot durch das Land. „Ob und welchen Anteil der Landkreis für die Impfangebote übernimmt, wird erst im Rahmen der Schlussabrechnung ersichtlich“, erklärt eine Sprecherin.

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