Türchen #22: Matcha und die Teekultur

Tee ist etwas Wundervolles. Nicht nur zur Weihnachtszeit, vor allem aber zur Winterzeit. Wie vielseitig diese Welt ist, hat uns Maria Eibl von Eibls Teekontor im Northeim jetzt Adventskalender schon erzählt. Kurz vor Weihnachten sprechen wir über die Kultur des Getränks. Und einen etwas anderen Tee: dem Matcha.

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Ostfriesland bis nach China

Tees waren noch nie bloße Geschmacksbringer für heißes Wasser, sondern eine Komposition verschiedener Aromen, sagt Maria Eibl. Vor allem Kräuter-Tees – oft als Gesundheitstee verspottet – sind mitlerweile zu echten Lifestyle-Getränken geworden. Und deshalb in Eibls Teekontor an der Kurzen Straße in Northeim oft nachgefragt.

Auch deshalb hat sich rund um den Tee eine Kultur entwickelt. Andererseits gibt es in vielen Kulturen eine Tradition rund um den Tee. Maria Eibl selbst zelebriert ihren Teegenuss an so gut wie jedem Sonntag. Das beginnt mit der Zubereitung und mündet im Genuss über den gesamten Tag.

Chinesische Teeblätter

Schnell folgt auf den ersten Aufguss dann der Zweite. Oft auch am Folgetag. „Manchmal schmeckt der sogar besser als der Erste“, sagt Eibl. Beeindruckend sei es, welche Kraft im Tee steckt. Die Chinesen zum Beispiel waschen die Blätter des Grüntees vorher, um die Menge an Gerbstoffen zu reduzieren.

Ostfriesen trinken ihren Tee in Schichten. So werden die Teegläser – in diesem Fall die Köppkes – mit Tee, Zucker und Milch gefüllt, aber nicht vermischt. So arbeitet sich der Teetrinker von Schicht zu Schicht und Geschmack langsam vor. Zuerst die dicke Kluntjes, also Zucker. Dann der Tee selbst und zum Schluss eine spezielle Teesahne, die es so nur in Ostfriesland zu kaufen gibt.

Alles Matcha

Matcha ist ein japanischer Tee, der seinen Ursprung in der japanischen Teezeremonie findet. Vor allem aber wird er, wie jeder Tee, ganz einfach getrunken. Zubereitet wird er aber anders als gewöhnlicher Tee.

Mit einem solchen Besen wird der Matcha aufgeschlagen

Matcha ist pulverisierter Tee. Statt die Blätter aufzugießen, wird das Pulver in auf ca. 70 Grad zurückgekühltes Wasser aufgeschlagen.Dafür gibt es eine kleinen Bambus-Besen.

Der Vorteil: Vom Tee wird alles direkt verwendet und getrunken. Heißt: Alles vom Blatt und alle Inhaltsstoffe werden in Geschmack umgesetzt. Und auch die gesunden Antioxydantien bleiben erhalten.

Pulver statt Blätter: Der Matscha wird im Wasser aufgeschlag statt gefiltert

„Matcha ist etwas sehr Hochwertiges. Entscheident ist oft, in welcher Mühle er gemahlen oder welche Blätter genutzt wurden“, sagt Eibl. Auch deshalb gebe es so große Preisunterschiede.

„Die Grüntee zuzubereiten braucht etwas mehr Aufmerksamkeit, aber der kleine Aufwand ist es wert und man wird mit einer wohlschmeckenden, duftenden und anregenden Tasse Tee belohnt.“

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