So will der Landkreis Northeim Heroinsüchtigen helfen

Der Landkreis Northeim möchte auch weiterhin Menschen aus ihrer Heroinsucht helfen.

Bisher gelang dies durch die Zusammenarbeit mit Ärzten, die die Betroffenen mit speziellen Medikamenten unter Aufsicht unterstützten. Diese Anlaufstellen werden aber immer weniger – und das wird zum Problem.

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie und Senioren hat sich in seiner jüngsten Sitzung damit intensiv beschäftigt. Die Mitglieder des Ausschusses hatten Gelegenheit, sich durch mehrere sachverständige Personen ausführlich über dieses Thema zu informieren.

Ziel soll es sein, durch die Unterstützung der Süchtigen die Abwärtsspirale aus Konsum, Sucht und gesellschaftlicher Isolation der Betroffenen zu bremsen. “Eine nicht unerhebliche Anzahl davon rutscht sehr schnell in die Beschaffungskriminalität ab“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Seit vielen Jahren gibt es im Kreis deshalb die Möglichkeit, durch die Einnahme sogenannter Ersatzdrogen, wie Methadon, die Symptome der Abhängigkeit zeitweise zu unterdrücken.

Die Mittel müssen jedoch jeden Tag unter ärztlicher Aufsicht ausgegeben und eingenommen werden.

In Northeim erfolgte dies bis vor einiger Zeit unter ärztlicher Kontrolle in einer Arztpraxis. Aus persönlichen Gründen wurde die Substitution jedoch eingestellt.

„Dies führt bedauerlicherweise dazu, dass die betroffenen Patienten täglich weite Wege in Kauf nehmen müssen oder wieder versuchen, die Entzugserscheinungen mit all den negativen Folgen durch erneuten Konsum von Heroin zu vermeiden“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Die Ausschussmitglieder waren sich deshalb einig, dass die Landrätin Gespräche mit dem Ziel führen soll, dass im Bereich der Stadt Northeim auch weiterhin die Substitution von Drogenabhängigen erfolgen kann.

Hierbei geht es insbesondere auch darum Ärzte zu finden, die bereit sind, die Ausgabe der Ersatzdrogen durchzuführen.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hierfür wieder sehr bald Ärztinnen und Ärzte bereit erklären könnten“, ergänzt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Diw Beratung im Ausschuss ging auf einen Antrag der SPD Fraktion im Dezember zurück. “Die Lücke ist derzeit vorhanden, wir würden uns freuen wenn sie durch diese Initiative des Landkreises wieder geschlossen werden”, hieß es damals vom Vorsitzenden Simon Hartmann.

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