Schärfere Quarantäne: Corona-Mutation auch im Landkreis Northeim

Die britische Corona-Mutation hat auch den Landkreis Northeim erreicht. Das bestätigt jetzt das Kreishaus. Gestern wurde das Virus erstmals in Göttingen nachgewiesen. Außerdem sind seit gestern drei weitere Menschen im Landkreis Northeim mit dem Corona-Virus gestorben. Allein in dieser Woche waren es sechs, insgesamt nun 25 seit Ausbruch der Pandemie.

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Zahlen sinken

Dennoch stecken sich weniger Menschen neu an, der 7-Tage-Inzident pro 100.000 Einwohner sinkt mit 40,8 erstmals wieder unter die Grenze von 50. Die Corona-Regeln bleiben aber weiter bestehen – sie orientieren sich am Niedersachsen-Durchschnitt.

Aktuell sind im Landkreis Northeim 180 (-16) akut infizierte Personen bekannt, sie stammen  aus dem Raum Bad Gandersheim 9 (+1), Bodenfelde 15 (-3), Dassel 19 (-6), Einbeck 35 (-4), Hardegsen 11 (0), Kalefeld 9 (0), Katlenburg-Lindau 5 (0), Moringen 27 (-5), Nörten-Hardenberg 11 (+3), Northeim 30 (-2) und Uslar 9 (0).

Corona-Mutation

Eine Person im Landkreis Northeim wurde zudem positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt reagiert darauf mit schärferen Quarantänemaßnahmen. Bisher galt für Personen in Quarantäne, dass sie nach zehn Tagen auf eigenen Antrag aus der Quarantäne entlassen werden konnten, wenn ein negativer Corona-Test vorlag.

Spätestens nach vierzehn Tagen und Symtomfreiheit von mindestens drei Tagen endete die häusliche Quarantäne bisher automatisch. Ab sofort beträgt die Dauer der Quarantäne in jedem Fall mindestens vierzehn Tage, eine vorzeitige Entlassung ist auch mit negativem Testergebnis nicht mehr möglich.

Strengere Quarantäne

Amtsärzten Dre. Regine Pabst dazu : „Wir reagieren damit auf die mutierte Variante des Coronavirus, die jetzt auch im Landkreis Northeim nachgewiesen wurde“. So gebe es erste Anhaltspunkte dafür, dass die mutierte Variante weitaus ansteckender sei, als das bisherige Virus. „Wir haben Infektionen im Umkreis der Infizierten unter Personen festgestellt, die wir bisher nicht dem unmittelbaren Kontakt zugerechnet hätten“, so Dr. Pabst weiter.

Neu ist deshalb auch, dass zum Ende der Quarantäne von den Betroffenen immer ein negatives Testergebnis vorzuweisen ist. Die Quarantäne endet damit nicht mehr automatisch durch Zeitablauf.

Die Testungen werden in Absprache mit den Gesundheitsdiensten im Testzentrum in Einbeck oder direkt bei den Gesundheitsdiensten in Northeim durchgeführt.

Impfungen gehen weiter

Derweil wird im Landkreis Northeim auch weiter geimpft. Zwar brachen am Vormittag die Terminvergaben unter den zahlreichen Anfragen zusammen, dennoch soll schon Anfang Februar mit den ersten Impfungen von Menschen über 80 Jahre begonnen werden. Bis jetzt haben 2.204 Menschen im Landkreis ihre erste und 226 Menschen ihre zweite Impfung bekommen.

Zuletzt gab es auch aus dem Kreishaus Kritik. Aufgrund der ausbleibenden Impflieferungen kann nicht genau geplant werden. Trotz der sinkenden Zahlen macht sich in der Region auch die britische Corona-Mutation bemerkbar. Diese wurde am Mittwoch erstmals bei Menschen im Nachbarkreis Göttingen festgestellt. 

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