Pünktlich zum 1. Mai ist wieder Leben am Siechenanger in Northeim. Das Team vom Northeimer Georgs-Bier hatte zum Bierfest eingeladen. Dank sommerlichem Maiwetter waren viele hundert Besucher gekommen. Die Veranstalter „sind sehr (!) zufrieden“. Dabei war zuletzt nicht ganz klar, wie es mit dem nach alten Northeimer Rezept gebrauten Bier weitergehen wird.

 Im fünften Jahr stellte sich die Initiatoren die Frage, wie sie sich weiterentwickeln können. Mittlerweile wird das Bier kostengünstiger hergestellt und verpackt, sodass es im Wettbewerb mithalten kann. Im Kern aber stehen die Bierfeste am Siechenanger und der namensgebenden Georgs-Kapelle am Rhumedamm. Nach dem Auftakt vor gut fünf Jahren ist zumindest das Interesse an Gemütlichkeit weiterhin ungebrochen.

Die Motivation hinter Georgs ist eine sehr selten gewordene Eigenschaft. Das kann der Schreiber dieser Zeilen deshalb so behaupten, weil der das Projekt irgendwie seit seinen Anfängen begleitet. Sie ist geprägt von Idealismus und dem Wunsch, eine Lücke zu füllen. Denn schnell wird klar, dass es bei Georgs um alles geht, am wenigsten aber um das Bier. Schon in ihren Anfängen haben die Initiatoren betont, dass es ihr Antrieb ist, für Northeim eine Veranstaltung samt Ort zu schaffen, die Menschen zusammenbringt. Das Bier ist dabei eines der Werkzeuge: Ein leckeres Getränk, ein bisschen Historie und eine tolle Marke.

Hochzufrieden

Dass daraus auch nach fünf Jahren noch keine „war eine gute Idee“ Erzählung geworden ist, sondern sich auch an 1. Mai 2023 hunderte Menschen lustvoll am Siechenanger trafen, macht das Ganze so besonders. Arne Nöhre, einer der Organisatoren, schätzt, dass es am Ende des Tages rund 1.000 Besuchende waren. Etwa 500 Liter Georgs-Bier wurde ausgeschenkt. Und das, obwohl es Probleme mit einem der Zapfhähne gab, „so das wir nicht ganz so fix im Ausschank waren“. Anders als in der Vergangenheit wurde diesmal auf Livemusik verzichtet. „Interessanterweise gab es viel positives Feedback“, sagt Nöhre. „Die Leute wollen sich lieber unterhalten und das Event als Gelegenheit zum Austausch untereinander nutzen.“

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