Hartmann liefert Amazon nach Northeim, Politik soll bis Sommer annehmen

Der Handelsriese Amazon will in Northeim offenbar ein Verteiler-Zentrum bauen. Das bestätigt Bürgermeister Simon Hartmann jetzt auf Anfrage. Zuvor war das Thema erstmals bei der jüngsten Kreistags-Sitzung an die Öffentlichkeit gekommen. Am kommenden Mittwoch soll es hierzu ein Pressegespräch geben, die Politik wird hinter verschlossener Tür am Montag während einer Sitzung des Verwaltungsausschusses mit Details versorgt. Bekannt ist das Interesse durch Amazon schon seit der vorherigen Sitzung des Verwaltungsausschusses.

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Beste Lage

Demnach befinde man sich derzeit „in Gesprächen über die mögliche Ansiedlung eines Verteilzentrums im neu entstehenden „Industriegebiet West“ an der westlichen Entlastungsstraße“, so Hartmann. Es wäre das erste große Projekt dieser Art für den Bürgermeister. Auch für die neuen Wirtschaftsfördererin Christiane Unger lag das Industriegebiet ganz oben auf dem neuen Schreibtisch. Mit Amazon könnte nun ein echtes Schwergewicht an die Rhume ziehen. Entsprechend bewertet das Rathaus die „Chance, wieder ein bisher noch nicht am Standort vertretenes Unternehmen mit zahlreichen Arbeitsplätzen anzusiedeln“, sagt der Bürgermeister.

Das am Ende der Verhandlungen ein positives Ergebnis stehen könnte, macht der Verwaltungschef unter anderem an Northeims guter Lage im Zentrum Deutschlands fest.

„Wir sind überzeugt davon, dass der Standort Northeim aufgrund seiner hervorragenden zentralen Lage in Mitteleuropa, den guten Rahmenbedingungen zur Gewinnung von Arbeitskräften, dem positiven Umfeld mit einem aktiven städtischen Standortmanagement sowie dem Bekenntnis zu einem nachdrücklichen Ausbau der Infrastruktur zunehmend für Unternehmen diverser Branchen interessant wird.“ Simon Hartmann

Neben mehr Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen hofft Hartmann aber auch auf die Vorbildfunktion dieser Entscheidung. Diese Chance „wollen und müssen wir nutzen, um Northeim fit zu machen für das neue Jahrzehnt und vor allem schnell aus der sich deutlich abzeichnenden wirtschaftlichen Corona-Krise zu führen“, so Hartmann.

Northeims Bürgermeister Simon Hartmann

Erstes Kennenlernen

Zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montag, 18. Mai, wollen die Stadtverwaltung und die beteiligten Unternehmen gemeinsam umfassend informieren. Anschließend soll am Mittwoch, 20. Mai, ein Pressegespräch stattfinden.

Um das Amazon-Angebot auch der Ratspolitik schmackhaft zu machen, soll es für die Politiker die Möglichkeit geben, sich ein ähnliches Verteilerzentrum in einem anderen Ort anzuschauen. Der Verkauf des Grundstücks und das Ansiedlungsvorhaben werden anschließend in den entsprechenden Fachausschüssen öffentlich beraten. „Auch der Ratsentscheid soll öffentlich erfolgen“, betont Bürgermeister Hartmann und fügt an: „Uns ist wichtig, dabei Raum für einen öffentlichen Dialog zu schaffen.“

Am Ende scheidet der Rat der Stadt Northeim, ob das dann städtische Grundstück für eine Nutzung durch die Firma Amazon verkauft werden soll. Bürgermeister Hartmann plant, dass die Entscheidung noch vor der Sommerpause fallen soll.

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