Große Welle der Unterstützung: Corona-Hilfsprojekt liefert ein letztes Mal aus

Mehr als zwei Monate lang wurden in einem beispiellosen Corona-Hilfsprojekt in Northeim bedürftige Menschen mit Essen versorgt. Die Aktion von Tagestreff Oase und der Ambulanten Hilfe zusammen mit dem Restaurant Dons Diner endet nun. „Normalität kehrt ein“, heißt es von den Organisatoren.

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Bedingungslose Hilfe

Seit dem 2. April wurden täglich 50 hilfebedürftige und zur Corona-Risikogruppe gehörende Menschen in Northeim mit frisch gekochtem Mittagessen versorgt. Die Zubereitung fand zu Beginn im damals noch geschlossenen Restaurant Dons Diner statt, Mitte Mai wurde die Küche in der Northeimer Oase wieder genutzt. Freiwillige Helfer portionierten das Essen anschließend und lieferten es aus – ehrenamtlich!

Mehr als eine Mahlzeit

Marco Fries hatte das Essen und die Zubereitung gespendet, unterstützt von seinen Mitarbeitern und Lieferanten. Als das Restaurant selbst wieder öffnen durfte, übernahm die Küche der Oase die Arbeit wieder. Doch nicht nur eine warme Mahlzeit täglich wurde geliefert, sondern auch Aufmerksamkeit. Personen mit psychischen Vorbelastungen wie Depressionen waren in der Zeit besonders belastet.

Ein Besuch in der Oase oder Ambulante Hilfe war nicht möglich. „In vielen Fällen war der Essenslieferant die einzige Person, die die
Menschen am Tag gesehen oder gesprochen haben“, heißt es von den Organisatoren. „Wir freuen uns als Sozialarbeiter sehr, dass durch
die niedrigen Infektionszahlen im Landkreis Northeim eine stetige Öffnung der Beratungs- und Grundangebote möglich wird.“

Die freiwilligen Fahrer berichten von einer riesigen Dankbarkeits-Welle, die ihnen täglich entgegengebracht wurde. „Das Feedback bestärkt alle Beteiligten in ihrem Tun. Obgleich auch gerade an den Wohnungstüren deutlich wird, dass die Menschen, neben der Versorgung mit Essen, ein weiteres, mitunter sehr großes, Bedürfnis haben: und zwar nach persönlicher Ansprache.“

Keine Lieferung mehr

Nun wird das Projekt wieder eingestellt, die letzte Lieferung fand bereits statt. Restaurants dürfen wieder öffnen und auch die freiwilligen Helfer kehren aus dem Homeoffice zurück an ihre Arbeitsplätze. Auch Oase und Hilfe können ihren Normalbetrieb nach und nach wieder aufnehmen. „Nach mehr als zwei Monaten Projektlaufzeit kehren wir in den Einrichtungen immer mehr zurück zur Normalität und können die so wichtigen Beratungen vermehrt anbieten.“

Welle der Unterstützung

Ihren Dank richten die Organisatoren vor allem an Marco Fries vom Dons Diner „für die Initiierung und tatkräftige Unterstützung des Projekts, ohne ihn wäre dies nicht möglich gewesen!“ Er und sein Team haben gekocht, das Verpackungsmaterialien besorgt, Lebensmittelspenden eingesammelt „und waren stets mit Knowhow und Ausstattung bereit zu helfen wo sie konnten.“

Auch  das Cafe „Mein Lieblingsplatz“ hat das Projekt im späteren Verlauf genau so wieder Fruchthof Northeim mit Lebensmittelspenden unterstützt. Das zu Corona gegründete Netzwerk „Northeim hilft“ hat außerdem organisatorisch unterstützt und die ehrenamtlichen Helfer koordiniert.

Finanzielle Hilfe gab es von „vielen privaten Spendern“, der Volksbank Kassel Göttingen e.G., dem CVJM Northeim, von der Firma Hunold und dem Sozialverband Northeim. Zudem wurde das Projekt durch die „Aktion Mensch“ gefördert. Laut den Organisatoren wird die „Aktion Mensch“ das Projekt und ergänzende Hilfen jetzt und über die akute Krise hinaus unterstützen.

Weiteres Angebot

Eine Essensversorgung soll es so auch weiter „to go“ im Tagestreff Oase – nach vorheriger telefonischer Anmeldung – geben. Sollten weitere Fragen zum Hilfsprojekt oder zur Arbeit des Tagestreffs Oase und der Ambulanten Hilfe bestehen, erfolgt Auskunft per E-Mail an: a.kruse@diakonie-dwb.de oder b.wernicke@diakonie-dwb.de.

Wer finanziell helfen möchte, kann dies mit einer Geldspende an den Tagestreff Oase tun (IBAN DE08 2625 0001 0000 0606 65). Eine Spendenquittung ist hier möglich, heißt es.

https://steadyhq.com/de/northeim-jetzt

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