Zwei Northeimer Ortsfeuerwehren feiern in diesem Jahr jeweils ihr 120-jähriges Bestehen. Den Anfang macht die Freiwillige Feuerwehr Sudheim am 29. August mit Blaulichtmeile, Festkommers und Party, drei Wochen später lädt die Feuerwehr Bühle am 18. und 19. September zu einem ganzen Festwochenende ein.

In Sudheim beginnt der Tag mit Blaulicht

Wenn am Samstag, 29. August, rund um die Mehrzweckhalle Sudheim die ersten Feuerwehrfahrzeuge stehen, beginnt ein Festtag, der 120 Jahre Ortsgeschichte mit dem Feuerwehrleben von heute verbindet. Seit 1906 gibt es die Freiwillige Feuerwehr Sudheim, und das Jubiläum wird im Dorfzentrum gefeiert.

Ab 10 Uhr öffnet die Blaulichtmeile, die bis 16 Uhr einen Einblick in Fahrzeuge, Technik und die Arbeit der Einsatzkräfte geben soll. Für Kinder gehören eine Hüpfburg, ein Karussell und eine Spritzwand zum Programm. Essen und Getränke gibt es ebenfalls, ab 14 Uhr kommen Kaffee und Kuchen hinzu.

Damit beginnt der Tag bewusst offen und familienfreundlich, bevor sich das Programm am Abend stärker auf das eigentliche Jubiläum konzentriert. Um 18 Uhr startet der Festkommers. Der Eintritt kostet fünf Euro. Eine Stunde später übernimmt der Musikverein Wolbrechtshausen den musikalischen Teil des Abends, bevor ab 21 Uhr DJ Andreas Joseph die Feier in eine Party übergehen lässt.

Aus der Blaulichtmeile am Vormittag wird damit Stück für Stück ein Dorffest, das von der Feuerwehrgeschichte bis zum gemeinsamen Abend reicht.

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120 Jahre, die im Dorf weitergetragen werden

Hinter einem solchen Jubiläum stehen weit mehr als alte Fotos, frühere Fahrzeuge und Jahreszahlen. Eine Freiwillige Feuerwehr funktioniert nur, wenn über Generationen Menschen bereit sind, ihre Zeit zu investieren, Übungen zu besuchen und im Ernstfall auszurücken.

Sudheim feiert deshalb nicht nur das Gründungsjahr 1906. Der Tag erzählt auch davon, wie selbstverständlich die Feuerwehr über Jahrzehnte Teil eines Ortes werden kann, obwohl ihr eigentlicher Auftrag immer dann beginnt, wenn für andere gerade nichts selbstverständlich ist. Wenige Wochen später wird dasselbe Jubiläum einige Kilometer weiter erneut gefeiert.

In Bühle werden aus 120 Jahren gleich zwei Festtage

Die Freiwillige Feuerwehr Bühle begeht ihr 120-jähriges Bestehen am Freitag und Samstag, 18. und 19. September. Gefeiert wird auf dem Gelände der Feuerwehr am Wöhranger 2 am alten Sportplatz.

Der Freitag beginnt zunächst ruhig. Um 16.30 Uhr legt die Feuerwehr am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder, um 17.30 Uhr folgt ein Festgottesdienst im Festzelt. Ab 19 Uhr steht der Festkommers auf dem Programm.

Danach darf aus dem offiziellen Teil ein längerer Abend werden. Um 21.30 Uhr beginnt die Zeltdisco mit DJ Tom Wüstefeld. Für Gäste, die nicht am Festkommers teilnehmen und später dazukommen, kostet der Eintritt an der Abendkasse fünf Euro.

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Spiele, Blaulicht und Oktoberfest

Am Samstag verlagert sich das Geschehen vollständig auf den Festplatz. Um 11 Uhr beginnen die „Spiele ohne Grenzen“, bei denen Gruppen mit mindestens vier Personen gegeneinander antreten können. Parallel gibt es bis 17.30 Uhr Spiel und Spaß auf dem Gelände, die Siegerehrung ist ab 16.30 Uhr im Festzelt vorgesehen.

Ab 13 Uhr kommt das Blaulicht hinzu. Bei einer Blaulichtmeile präsentiert sich die Feuerwehr mit ihrer Arbeit und Technik und macht damit sichtbar, was sonst vor allem bei Übungen oder Einsätzen zu sehen ist. Am Abend wechselt die Stimmung erneut. Ab 18 Uhr beginnt das Oktoberfest mit dem Musikverein Wolbrechtshausen, anschließend legt erneut DJ Tom Wüstefeld auf.

Auch beim Essen bleibt der Abend beim Oktoberfest-Thema. Ab 18.30 Uhr stehen Schweinshaxe mit Sauerkraut und Salzkartoffeln sowie Käsespätzle mit hausgemachten Röstzwiebeln zur Auswahl. Karten kosten im Vorverkauf zehn Euro, zusammen mit einem Menü 25 Euro. An der Abendkasse werden zwölf Euro fällig. Die Bewirtung übernimmt das Brodhaus aus Einbeck.

Zwei Feuerwehren, zweimal 120 Jahre

Sudheim und Bühle feiern ihre Jubiläen mit unterschiedlichen Programmen, doch beide Feste führen an denselben Punkt. Feuerwehrgeschichte besteht aus Menschen, die über Jahrzehnte Verantwortung weitergeben und dafür sorgen, dass aus einer Gründung im Jahr 1906 eine Organisation wird, die auch 120 Jahre später zum Dorf gehört.

An den Festtagen steht deshalb einmal nicht der nächste Einsatz im Mittelpunkt. Die Fahrzeuge dürfen stehen bleiben, die Türen können geöffnet werden und aus dem Ort, den die Feuerwehr sonst schützt, wird für einige Stunden der Ort, der mit seiner Feuerwehr feiert.

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