Mit Rea Garvey und Johannes Oerding ist das geglückt, woran kaum jemand geglaubt und es dann doch jeder bejubelt hatte. Die Northeimer Waldbühne ist wieder zum Leben erweckt. Zumindest für den Moment, denn die beiden Konzerte waren offenbar ein voller Erfolg. Entscheidend ist aber, was die Zukunft bringt – und welche großen Namen im kommenden Jahr nach Northeim reisen werden.

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Ein „voller Erfolg“

Die Menschen waren begeistert, und auch im Rathaus fand man diesmal eine Flasche Sekt statt vermisster Unterlagen in der Teeküche. „Der langersehnte Weckruf der Waldbühne war ein voller Erfolg“, heißt es von dort auf Nachfrage. Bürgermeister Simon Hartmann dankt für die „Arbeit aller Beteiligten“, die „sich ausgezahlt und für ein grandioses und emotionales Wochenende auf der Waldbühne gesorgt“ habe. „Allen, die an der Organisation der Konzerte mitgewirkt haben, dankt die Stadt Northeim sehr herzlich.“

Sehen sich jetzt wohl öfters: Living-Concerts Geschäftsführer Eric Gutsche, Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, Marie-Luise Radleff von der Stadt Northeim, Johannes Oerding (Hat versprochen, wiederzukommen) und Dirk Sadlon, ebenfalls Geschäftsführer der Agentur Living Concerts.


Am Freitag zum Konzert von Johannes Oerding war es im wahrsten Sinne des Wortes ein “voller Erfolg“, wie ihn das Rathaus beschreibt. Mehr als 7.000 Zuschauer kamen an die Waldbühne nach Northeim. Die Karten gingen erstmals 2019 in den Vorverkauf, das Konzert selbst sollte schon 2020 stattfinden, musste aber zweimal verschoben werden. Viele der Besuchende hielten an ihren Tickets aber fest, andere kauften sich noch hinzu. So entstand eine einmalige Kulisse zum Start des neuen Lebens auf, in und an der Waldbühne. „Die zwei fulminanten Veranstaltungen machen deutlich, dass sich die Arbeit zur Wiederbelebung der Waldbühne vollends gelohnt hat“, so das Rathaus um Bürgermeister Hartmann. „Und so ist das vergangene Wochenende auch ein wichtiger Impuls in insgesamt sehr bewegten Zeiten.“

Eine Blaupause für die Zukunft

Zu verdanken ist der Erfolg aber auch der Neugierde einer Agentur aus Hannover mit Wurzeln in der Region. Living Concerts hat die Bühne 2018 für sich entdeckt und war damals bereits an die Stadt herangetreten. Nun, vier Jahre später, stellten sie die ersten beiden Konzerte auf die Beine. Es sollen Blaupausen für die Zukunft sein, und an der arbeiten Dirk Sadlon von Living Concerts und sein Team bereits fleißig. „Insgesamt war es super und hat enorm viel Spaß gemacht“, sagt er im Anschluss an die beiden Konzerte. „Es war eine tolle Zusammenarbeit mit der Stadt und den beteiligten Hilfsorganisationen“, schwärmt der Agentur-Geschäftsführer. Und auch die Künstler wie Johannes Oerding „musste eine Träne verdrücken, weil er so geflashed gewesen ist“, erzählt Sadlon. Aktuell bereitet seine Agentur das Eventjahr 2023 vor. Oerding hatte bereits auf der Bühne angekündigt, bald wiederzukommen. „Ich glaube, das wir darauf auch nicht lange waren müssen“, so Sadlon abschließend.

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Was muss besser werden?

Zum Ende der diesjährigen Saison wollen sich alle noch einmal zu einem Erfahrungsaustausch zusammensetzen, kündigt das Rathaus an. Es sei geplant, “mit allen Beteiligten (…) Problemfelder und logistische Herausforderungen zu besprechen und Lösungen zu finden“. Was das konkret ist, das sagt die Stadt nicht. Es habe aber “Herausforderung bei der Bewältigung der Besuchermassen“ gegeben, deren Abläufe „gemeinsam (…) verbessert werden können“. Unterm Strich sind aber alle zufrieden: Stadt, Zuschauer und Veranstalter. „Die Menschen in Northeim werden vom vergangenen Wochenende lange zehren.“ Agenturchef Dirk Sadlon wird da schon konkreter. „Die Woche vorher waren wir schon etwas angespannt, weil wir Probleme mit dem Strom an der Waldbühne hatten“, berichtet er. Unter anderem musste zusätzliche Aggregate herangeholt werden, um den Bedarf der Ton- und Lichtanlagen zu erfüllen. Auch das wurde aber „schnell und gut gelöst“.

Von links nach rechts: Harald März, Marieluise Radleff, Ludolf Fromme, Henning Diedrich, Simon Hartmann Foto: Tina Apsel, Stadt Northeim

Das mit dem Förderverein

Dank des bisherigen Erfolges rief sich im Anschluss auch der Förderverein der Waldbühne in Erinnerung. Der hatte sich um die Jahrtausendwende bemüht, das Bauwerk zu erhalten und zu modernisieren – was ihm auch gelungen ist. Im Jahr 2009 löste sich der Verein auf. Allerdings war auch die Gedenktafen an der Bühne verschwunden. Die soll laut Stadtverwaltung nun erneuert werden. Das zumindest ist eines der Ergebnisse, die aus einem gemeinsamen Gespräch der ehemaligen Förderer und der Stadt hervorgehen. „Die Stadt Northeim dankt den Mitgliedern des damaligen Fördervereins Waldbühne sowie allen unterstützenden Institutionen, Unternehmen und Personen sehr herzlich. Dieser Dank gilt auch für Alle, die seit der Auflösung des Fördervereins in unterschiedlichsten Funktionen immer wieder für die Waldbühne geworben und immer daran geglaubt haben, dass die idyllische Open-Air-Bühne ein herausragendes Potenzial besitzt.“

Übrigens: Auch für 2021 ist das Programm noch nicht durch. Allein im August gibt es gleich drei große Musik-Events.

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