Schlangestehen beim Blutspenden in Höckelheim

Großer Andrang am Montag zur Blutspende in Höckelheim. Der DRK Ortsverein Hillerse war aufgrund der Corona-Auflagen in die Mehrzweckhalle des Nachbardorfs ungezogen. Gewartet wurde mit Abstand vor der Halle. Auf dem Schulhof probte gleichzeitig der Posaunenchor.

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Viele Erstspender

Per Facebook und großen Plakaten in Hillerse und Höckelheim wurde Werbung gemacht, 91 kamen schließlich und ließen sich von Corona und den Auflagen nicht abhalten. Auch viele Höckelheimer nutzten die Chance in ihrem Ort und wurden zu Erstspender. Beeindruckend 22 Spender kamen zum ersten Mal, erzählt Kathrin Leunig vom DRK-Ortsverein. 

Blutabnahme nur mit Mundschutz: Markus Koltermann (Mitte) war an diesem Tag der 90. Spender. Bettina Leunig (links) kümmert sich im Anschluss um ausreichend Pause nach der Spende. Foto: DRK Hillerse.

Doch auch sie mussten erstmal am Hintereingang Schlange stehen – mit Abstand, natürlich. Die Spender wurden nur einzeln in die Mehrzweckhalle gelassen. Gerade so viele gleichzeitig, wie Platz auf den Liegen war. Schon am Eingang wurde Fieber gemessen. Wer gerade frisch aus der Quarantäne kommt oder Kontakt zu erkrankten hatte, wurde gebeten, gar nicht erst anzustehen.

Statt eines üppigen Büfetts im Anschluss an die Spende gab es liebevoll gepackte Tüten mit frischen Produkten aus der Region. Was genau aufs Brot sollte, durfte sich jeder Spender schon bei der Anmeldung aussuchen. Fragebogen, ärztliche Untersuchung – und los!

Liebevolle Tüten

Bekannt sind die Blutspenden in der Region vor allem für ihre Büfetts im Anschluss. Damit dankt der jeweilige Ortsverein für die Spende des Blutes. Der rote Lebenssaft wird übrigens vom Blutspendedienst abgenommen und eingesammelt. In der Region für Northeim kommen die Blutentnahme-Profis extra aus Springe angereist. Die Ortsvereine kümmern sich um das Drumherum und bekommen pro Spende außerdem Geld vom Blutsspendedienst für die Vereinskasse. 

„Danke“ für die Spende. Fast alle Produkte aus den Naschtüten kamen aus der Region, von lokalen Händlern und Landwirten. Auch der Fruchthof hat den Ortsverein unterstützt. Foto: DRK Hillerse

Ein Büfett hat es diesmal aufgrund der Corona-Regelungen nicht gegeben. Statt dessen aber liebevoll zusammengestellte Tüten mit Obst, Süßigkeiten, gekochten Eiern mit Danke-Aufschrift, belegten Broten und einem kleinen Dankesbrief. An diesem hing außerdem ein Comic des jungen Zeichners Maxim Seehagen, in den sozialen Netzwerken auch bekannt als Hermann-Comix. 

„Der Blutspende-Herrmann auf den Aufklebern wurde extra für unser Blutspenden entworfen und darf jetzt kostenlos von Rot-Kreuz-Vereinen in ganz Deutschland genutzt werden“, sagt Kathrin Leunig.

Einen Dankebrief mit Infos und einer Comic-Zeichnung gab es für alle Spender.

Wettbewerb

Die Höckelheimer Mehrzweckhalle bot ausreichend Platz, um die Mindestabstände einzuhalten. Auch beim Blutspenden selbst wurde darauf geachtet, dass Mund und Nase geschützt und Oberflächen desinfiziert werden.  

Zusammen mit der Blutspende fand außerdem ein kleiner Wettbewerb zwischen den Ortsfeuerwehren aus Hillerse und Höckelheim statt. Listen lagen aus und es wurde gezählt, welche Wehr die meisten Mitglieder zur Spende mobilisieren konnte. Auch die Freiwillige Feuerwehr aus Sudheim füllte eine Liste, landete aber mit Abstand auf dem dritten Platz.

Den nächsten Sieger können die Wehren schon am 5. Oktober kühren. Dann bittet der DRK-Ortsverein erneut zur Spende. Publikum ist willkommen – vor allem zur Spende. Mitmachen ausdrücklich erwünscht. 

https://steadyhq.com/de/northeim-jetzt

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