Am Dienstag fand in St. Sixti ein Rettergottesdienst statt. Zum ersten Mal seit langer Zeit kamen dazu Mitglieder von Rettungsorganisationen aus dem Kreis Northeim in der Kirche zusammen.

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Anerkennung

Geleitet wurde der Gottesdienst von den Pastoren Jens Gillner und Bernd Ranke. Auch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Holger Lambrecht als stellvertretender Bürgermeister nahmen sich die Stunde Zeit und unterstrichen damit ihre Unterstützung und Anteilnahme.

Großes Interesse am Rettergottesdienst

Es sollte ein Raum sein für Trost und Andacht, Trauer und Gedanken, erzählte mir Pastor Jens Gillner im Vorhinein. Auch er wusste – wie die Organisatoren nicht, wie das Angebot angenommen werden würde. Am Ende kamen rund 160 Besuchende, die meisten in den Uniformen ihrer jeweiligen Rettungsorganisationen. Doch das wurde fast zur Nebensache, denn zum Ende zeigten alle ein starkes Zeichen für Verbundenheit.

Fast volles Haus zum ersten Blaulichtgottesdienst in St. Sixt in diesem Jahr. Vertreter aller Rettungsorganisationen waren gekommen.

Raum für Trauer

In ihrer Andacht sprachen Pastoren Gillner und Ranke auch von Verlusten innerhalb der Blaulichtfamilie. Diesen Schmerz zuzulassen, Trost zu finden und das Gefühl der Gemeinschaft zu stärken war das Ziel an diesem Abend. Dass das offenbar gelungen war, zeigen die Reaktionen und ruhigen Momente während des Gottesdienstes.

30 Jahre Zugunglück

Das Gedenken an das große Zugunglück vor 30 Jahren in Northeim belastet in diesen Tagen ebenfalls viele erfahrene Mitglieder der Rettungsorganisationen, betonte Manfred Voß als stellvertretender Kreisbrandmeister bei einer kurzen Begrüßung. „Wir waren überrascht, wie viele junge Menschen da waren“, sagt Pastor Gillner im Anschluss. „Und wir haben uns gefreut, dass wir offenbar einen guten, ansprechenden Ton getroffen haben.“

Arm in Arm, Schulter an Schulter

Zum Abschluss gab es einen gemeinsamen Segen mit wortwörtlichem Schulterschluss aller – ein starkes Zeichen für die Verbundenheit der Retterfamilie in Stadt und Landkreis Northeim. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde noch gemeinsam am Sixti Vorplatz gegessen, erinnert, erzählt und getröstet. Die Hoffnung ist sowohl bei den Organisatoren als auch den Besuchenden gestärkt, im kommenden Jahr ein gleiches Angebot zur Verfügung zu stellen.

Den Segen zum Abschluss begleiten die Retter mit einem wortwörtlichen Schulterschluss.

Fotos: Vogelbein/Hampe

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