Mit einer neuen Boule-Bahn wollen sich die Höckelheimer einen neuen Treffpunkt im Ortskern schaffen. Die Bahn ist nun fertig, die ersten Kugeln rollen. Wie es aber dazu kam, ist doch interessanter als es zunächst scheint.

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Drei Fragen

Denn grundsätzlich stellen sich zwei Fragen, auf die auch die Höckelheimer Antworten gesucht und wohl gefunden haben. 1. Wer hat Lust auf Boule? Und 2. Wer bezahlt das ganze eigentlich?

Wir erinnern uns kurz. Bei Boule, oder Pétanque, spielen zwei Mannschaften mit mal mehr oder weniger als drei Spielern gegeneinander. Gewonnen hat, wer mit einer geworfenen Kugel möglichst nah an eine vorher definierte Zielkugel auf einem Feld gelangt. Die Zielkugel und auch die gegnerischen Kugeln können herausgedrückt oder weggeschossen werden.

Ein echter Wunsch

Damit das Spaß macht, braucht es einen möglichst glatten Untergrund. Heißt: Eine Boule-Bahn. Diese gibt es jetzt in Höckelheim. Vor allem auch deshalb, sagt Mark Lupa vom Dorfverschönerungsverein, weil dies ein Wunsch gewesen war, „der von vielen Höckelheimern an uns herangetragen wurde“.

Die Idee selbst ist schon älter und auch Armin Töpperwien vom Ortsrat hatte es bereits mit in selbigen getragen: „Ursprünglich war es eine Idee des Rates.“ Bisher scheiterte das Projekt aber an den Kosten – und ein Stück weit auch an Corona. Am Ende haben sich die Höckelheimer auf den kurzen Dienstweg geeinigt. Ortsrat, Dorfverschönerungsverein und freiwillige Helfer haben die Arbeiten umgesetzt und dabei ordentlich Geld gespart, betont Töpperwien. Denn ursprünglich sollte die Bahn gut 3.000 Euro kosten, am Ende waren es gerade einmal 500 Euro.

Selfmade Boulebahn

Innerhalb von drei Tagen haben ehrenamtliche Kräfte den Platz, der nach wie vor der Stadt Northeim gehört, hergerichtet und umgebaut. Das Material verursachte dabei das Gros der Kosten, die notwendigen Maschinen wurden kostenfrei ausgeliehen. Als nächstes soll auch der Sitzbereich drumherum aufgefrischt werden. Bis dahin und darüber hinaus kümmert sich der Dorfverschönerungsverein um die Pflege der Anlage.

Kugeln müssen die Nutzer aktuell noch selbst mitbringen. Auch eine richtige Eröffnungsparty ist derzeit noch in der Planung, hängt aber auch davon ab, wie sich die Corona-Zahlen in den nächsten Wochen entwickeln. „Ansonsten ist die Bahn freigegeben“, sagt Armin Töpperwien. Die Hoffnung: Das ein echter Treffpunkt im Ortskern entsteht, vorzugsweise für alle Generationen. Klingt das etwa nach einem Turnier?

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