Acht Northeimer hatten Anfang 2019 eine sprichwörtliche Schnappsidee: Sie wollten ein Northeimer Bier brauen und einen Biergarten am Siechenanger errichten. Beides hat zwar funktioniert, nun ist aber Schluss. „Wir geben das Projekt “Georgs” auf.“, heißt es in einer Mitteilung auf Facebook. Zwar kamen viele Besucher zu den Festen, doch schaffte es das Bier niemals richtig in die Regale der Geschäfte und Gastronomie.

Es war einmal eine gute Idee

Zum vorerst letzten Mal veranstaltete das mittlerweile deutlich dezimiertere Team Ende April ein Bierfest am Siechenanger. Wieder kamen hunderte Menschen zu frisch gezapften Bier und Musik an den Rhumedamm. Ursprünglich wollte sich das Projekt dort dauerhaft einnisten, das historische Gebäude sanieren und einen Treffpunkt einrichten. Vor Ort trafen sich die Initiatoren sogar schon mit Vertretern des Denkmalschutz, verhandelten mit der Stadt über eine dauerhafte Pacht.

Beim ersten Fest drängten sich die Besucher am Siechenanger

Zwischenzeitlich wurde auch die Bierherstellung verlagert und auf kosteneffizientere Flaschen umgestellt. Doch in den wenigen Regalen, die das Bier in Northeim anboten, blieb es oftmals stehen. Bis auf wenige Ausnahmen, trauten sich auch Gastronomen weder an ein Fass noch an die Flaschen. Dort hätte das Georgs-Team das nötige Geld verdienen können, um Bier und Fest dauerhaft zu etablieren. „Leider kommen wir beim Thema Absatz nicht auf den grünen Zweig. Der Bedarf für ein lokales Northeimer Bier ist offenbar nicht ausreichend gegeben“, schreibt das Team.

Das vorerst letzte Bierfest fand im Mai dieses Jahres statt

„Vielleicht hätten wir…“

Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen. „Wir haben viel Herzblut in das Projekt investiert. Nicht zuletzt auch Geld und viel Arbeit.“ Neues Bier wird nicht gebraucht, auch das Bierfest ist am Ende. „Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt.“ Dabei geben sich die verbliebenen Verantwortlichen auch selbstkritisch. “ Vielleicht hätten wir noch mehr Arbeit in den Vertrieb stecken müssen, um zum Erfolg zu kommen, aber dafür fehlt uns nebenberuflich einfach die Zeit. Insbesondere hatten wir es uns leichter vorgestellt zumindest mit dem Flaschenbier in der Gastronomie einen Fuß in die Tür zu bekommen. Leider hat das alles nicht geklappt. So dass sich unser Bier bis heute einfach “nicht rechnet”“

Initiatoren Christian Schulze (links) und Dr. Roy Kühne (rechts) mit Bürgermeister Simon Hartmann beim ersten Anstich 2022.

Restflaschen zum Abschiedspreis

Dabei war der Optimismus einst groß, und auch die Freude. „Wir hatten viel Spaß!“, schreiben sie. „Wir haben vielen Northeimern bei den Bierfesten nette Stunden beschert! Wir haben viel gelernt! Wir haben tolle Leute kennengelernt!“ Am Ende fehlte es aber auch an der Unterstützung aus der Gastronomie – und vielleicht auch von den Northeimerinnen und Northeimern. Übrigens: Restbestände zum „Abschiedspreis“, gibt es noch bei EDEKA Treffpunkt Schnabel.

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