Mit einem Zuwachs der  Bilanzsumme auf jetzt  1,6 Milliarden Euro zieht die Kreis-Sparkasse Northeim (KSN) einen positiven Strich unter das erste Corona-Jahr 2020. Wesentliche Säulen für den Erfolg waren Kredite im Pandemiejahr und die Unterstützung regionaler Projekte.

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Corona

KSN-Vorstand Ute Assmann und Bernd Sommer sprechen von einer „soliden Geschäftsentwicklung“. Beide bilden seit diesem Jahr allein den Vorstand, nachdem zuletzt um Axel Bensemann reduziert wurde. 

Die Corona-Pandemie sei 2020 für die KSN „das alles beherrschende Thema“ gewesen, heißt es im Bericht. „Mittelständische Kunden konnten wir mit Sonderprogrammen, Sparkassenkrediten und individuellen Vereinbarungen mit der benötigten Liquidität versorgen. Auch die Beratungsleistungen zur Vermögensbildung, -sicherung und -optimierung in turbulenten Marktzeiten sind gefragt. „Gerade in der Beratung unserer Firmen- und Privatkunden gibt es mehr denn je zu tun“, so KSN-Vorstandsvorsitzende Ute Assmann.

Bilanzsumme steigt

Die Bilanzsumme der KSN stieg in 2020 um 8,6 Prozent oder 126 Millionen Euro auf nunmehr 1,6 Milliarden Euro. Treiber des Wachstums seien das Wohnungsbaukreditgeschäft und die ausgelegten Kredite für Firmenkunden und Selbstständige gewesen. Zudem hätten günstige Finanzierungsbedingungen und das trotz Corona weiterhin intakte konjunkturelle Umfeld die Nachfrage nach Wohnungsbaufinanzierungen angetrieben.

Der Gesamtbestand an Wohnungsbaudarlehen erhöhte sich in 2020 auf mehr als 307 Millionen Euro – ein Nettozuwachs von 10 Prozent. „Über das KSN-ImmobilienZentrum wurden insbesondere die neuen Baugrundstücke in Northeim „Am südlichen Wieter“ und die Wohnungsangebote im Areal „An den Sturmbäumen“ (ehem. Krankenhaus) sowie aktuelle Bauvorhaben in Hardegsen und Nörten-Hardenberg nachgefragt“, informiert KSN-Vorstand Bernd Sommer.

Die Wertpapieranlagen der Kunden auf dem KSN-Depot oder im Deka-Bankdepot betrugen Ende 2020 über 316 Millionen Euro. „1.700 neue Wertpapiersparpläne sind Beleg der wachsenden Wertpapierakzeptanz. Insgesamt verwalten wir für unsere rund 58.000 Kunden ein Geldvermögen von über 1,5 Mrd. Euro“, fasst Vorstandsvorsitzende Ute Assmann zusammen.

Starke Sparkasse

Der Bilanzgewinn liegt wie im Vorjahr bei rund 1,3 Millionen Euro und erhöht das bilanzielle Eigenkapital auf nunmehr über 114 Millionen Euro. Mit den weiteren Rücklagen beträgt das gesamte wirtschaftliche Eigenkapital 178 Mio. Euro.

Damit zählt die KSN laut Bericht zu den eigenkapitalstarken Sparkassen in Niedersachsen. Das Betriebsergebnis der KSN ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus gesunken, lag aber mit 14,1 Mio. Euro erneut deutlich über dem Durchschnitt aller niedersächsischen Sparkassen. „Wir stemmen uns vehement gegen die Ertragsrückgänge, die das Niedrigzinsniveau mit sich bringt. Ein gutes Jahresergebnis und eine solide Geschäftsentwicklung sind wichtig, um die Menschen und Unternehmen im Landkreis Northeim auch in Zukunft verlässlich mit Finanzdienstleistungen zu versorgen und den Herausforderungen der Digitalisierung, der Negativzinsen, der steigenden regulatorischen Anforderungen und der aktuellen Pandemie erfolgreich begegnen zu können“, resümiert Vorstandsvorsitzende Ute Assmann. „Die KSN ist und bleibt gut aufgestellt!“

Nähe verbindet

Eine erfolgreiche KSN stärkt die regionale Wirtschaft und kommt der Region über die Steuerzahlungen und vielen Projektförderungen zugute. So wird die KSN an den Fiskus rund 3,5 Millionen Euro Ertragssteuern, davon 1,6 Millionen Euro Gewerbesteuern, überweisen.

„Gerade in der Pandemie ist es uns wichtig, Bildungs- und Sozialprojekte, Sport und Kultur zu unterstützen“, heißt es dazu aus dem Vorstand. Mit ihren drei Stiftungen wurden 2020 700.000 Euro gespendet.

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