Jemandem zu erklären, was die Northeimer Mondnacht eigentlich ist, das ist nicht einfach. Ein bisschen Musiknacht, ein bisschen offenes Denkmal – auf jeden Fall ganz viele Geschichten. Als wir den Einbecker Fotografen Florian Spieker darum gebeten haben, für die NOM WMT und Northeim-jetzt.de die Mondnacht in Northeim zu fotografieren, haben wir es mit Händen und Füßen erklärt. Füße, die mit großen und kleinen Schritten durch die Innenstadt gehen. Hände, die Türen öffnen und greifen. Und Augen, eine Kamera – die sehen und erleben.
Gleich zu Beginn stellte er fest, dass das Erlebnis weit über das hinausging, was er erwartet hatte: „Ich war selbst ziemlich unwissend darüber, was da eigentlich alles aufgeschlossen wurde“. Schon nach kurzer Zeit merkte er, wie groß die Beteiligung war, nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Gastgebern: „Ich war überrascht, wie viele Menschen da mitgemacht haben“.
Neue Einblicke hinter alte Mauern
Spieker, der aus Einbeck kommt, waren viele der Orte neu. Er sagt: „Ich fand es toll, welche Einblicke ermöglicht werden. Als Einbecker kannte ich auch nicht jedes Haus und war fasziniert, wie viel Museumscharakter oft dahinter steckt. Ich bin zum Beispiel immer noch beeindruckt, wie viele Gewölbekeller es in Northeim gibt.“
Die Mondnacht lebt aber nicht nur von offenen Türen, sondern auch vom Austausch mit den Menschen vor Ort. „Schön war, dass es überall die Möglichkeit gab, mit den Nutzern, Machern und Betreibern der Gebäude ins Gespräch zu kommen.“ Und auch für viele Autofahrer war die Mondnacht überraschend. „Die waren sicherlich irritiert, wie viele Fußgänger da plötzlich in der Fußgängerzone unterwegs sind.“

Der Bürgermeister im Kostüm, die Gäste mit Weinglas und Taschenlampe in der Hand. Für den Fotografen gab es viele Momente, die er nun mit uns teilen kann. „Da geht ja jetzt auch keiner mit schlechter Laune hin, das ist klar. Aber insgesamt war die Stimmung sehr positiv und angenehm“.
Fotos: Florian Spieker



