Notruf: Ab 2020 landet nicht mehr jeder Anruf in der Northeimer Leitstelle

Wer im Landkreis Northeim den Rettungsdienst unter 112 oder den ärztlichen Notdienst unter r116117 angerufen hat, ist damit seit 2017 in der selben Leitstelle gelandet. Damit ist ab 2020 aber Schluss. Die Testphase vom Landkreis Northeim und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) wird beendet. Das Fazit sei Positiv, heißt es aus dem Kreishaus. Was das für die Zukunft bedeutet.

Nach zweieinhalb Jahren endet das Projekt der „Integrierte Leitstelle“ jetzt zum Jahresende.

„Wir haben sehr positive Erfahrungen damit gemacht und hätten das Projekt gerne fortgesetzt“, sagt der Erste Kreisrat Jörg Richert. Dabei sei man zum Start der Projektphase noch skeptisch gewesen. Ausgegangen wurde davon, das viele Menschen die 112 wählen, die gar keinen Notfall zu melden haben. Die Überraschung war entsprechend groß, als die erster Auswertung das Gegenteil belegte. 

Landkreis war überzeugt

Trotz bemühen des Landkreises, hat die KVN nun aber den Vertrag zum Jahresende gekündigt.

Die Disposition aus einer Hand habe sich aus Sicht der Kreisverwaltung bewährt. Zwölf Prozent der Anrufe, die eigentlich beim Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 eingegangen sind, konnten von der Einsatzleitstelle direkt an den Rettungsdienst übermittelt. Auch, weil die Disponenten am Telefon geschulte Rettungskräfte sind und die Situationen entsprechend einschätzen konnten.

Neue Zentrale

In Zukunft gehen nur noch Anrufe unter 112 bei der Leitstelle ein. Für die 116117 wird ab Januar 2020 von der KVN die „Terminservicestelle-Akutfall“ eingerichtet. Dort werden rund um die Uhr Anrufer an eine Vertragsarztpraxis, den Bereitschaftsdienst oder an eine Notfallambulanz im Krankenhaus vermittelt. Werden dort besonders schwere Fälle erkannt, werden diese direkt an die Einsatzleitstelle zur Alarmierung des Rettungsdienstes durchgestellt.

Die Einsatzleitstelle des Landkreises Northeim steht noch bis zum 31. März als Rückfallebene bereit. „Allerdings nur für den Fall, dass es in der Übergangszeit zu technischen Problemen kommt“, heißt es aus dem Kreishaus.

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