Die Stadtwerke Northeim informieren derzeit ihre Kundinnen und Kunden über sinkende Energiepreise zum Jahreswechsel. Nach Angaben des Unternehmens werden sowohl Strom- als auch Gaspreise ab dem 1. Januar 2026 reduziert. Laut Joachim Kaiser, Leiter Energiehandel und Vertrieb, führt die Preisanpassung im kommenden Jahr zu einer Entlastung privater Verbraucher. Demnach soll die Jahresstromrechnung für Haushalte im Vergleich zu den aktuellen Tarifen um etwa zwölf Prozent sinken, beim Gas sind rund acht Prozent Ersparnis vorgesehen.

Die Preissenkung fällt in eine Phase, in der sich auch bundesweit Veränderungen bei Energiepreisbestandteilen abzeichnen. Recherchen zufolge soll ab 2026 unter anderem ein Teil der Übertragungsnetzgebühren durch staatliche Zuschüsse reduziert werden, was sich direkt auf die Stromkosten für Verbraucher auswirkt. Zudem wird bei Gas zum Jahresbeginn eine Umlage abgeschafft, die während der Energiekrise eingeführt worden war. Parallel dazu sind die Großhandelspreise für Strom und Gas seit Monaten rückläufig, da die Versorgungslage in Europa stabiler ist und Speicherstände hoch sind. Energieversorger können dadurch günstiger einkaufen, was Preisreduzierungen für Endkunden grundsätzlich begünstigt.

Konkret wird ab 2026 der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde gesenkt. Strom wird um 4,64 Cent pro Kilowattstunde günstiger, Gas um 1,07 Cent pro Kilowattstunde. Die Grundpreise bleiben unverändert. Wie hoch die Einsparung für einzelne Haushalte ausfällt, hängt weiterhin vom jeweiligen Tarif und vom Verbrauchsprofil ab. Ein Beispielhaushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden spart laut Stadtwerken rund 162 Euro im Jahr. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 18.000 Kilowattstunden wird eine Reduzierung von etwa 192 Euro pro Jahr berechnet.

Die Preisstruktur im Energiesektor bleibt allerdings weiterhin stark reguliert. Ein großer Teil der Endpreise entfällt auf gesetzliche Abgaben, Netzentgelte oder Umlagen, die nicht vom Versorger selbst festgelegt werden. Beim Strom betrifft dies nach aktuellen Angaben etwa 60 Prozent des Gesamtpreises, beim Gas rund 54 Prozent. Preisbewegungen entstehen daher aus einer Mischung regulierter Faktoren und Marktentwicklungen.

Die Stadtwerke Northeim bieten weiterhin unterschiedliche Tarifmodelle an, darunter Grundversorgungstarife sowie Sondertarife wie NOMstrom und NOMgas. Auch Produkte für Heizstrom oder Elektromobilität bleiben bestehen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen laut Unternehmen nicht aktiv werden. Die Umstellung erfolgt automatisch zum Jahreswechsel. Über geänderte Abschlagszahlungen soll separat informiert werden.

1 Kommentar

  1. Schöner Artikel, es wäre gut gewesen wenn man den aktuellen Preis und nicht nur die Einsparung mit beigeschrieben hätte, so könnte man sich ein Bild machen ob der Wechsel zu oder von den SWN lohnt.

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