Die Hindenburgstraße in Northeim darf Hindenburgstraße bleiben. Trotz eines Versuchs von SPD und Grüne, die Straße am Northeimer Wieter in Sophie-Scholl-Straße umzubenennen, bekam im Rat keine Mehrheit. Statt den Namen vom Straßenschild zu verbannen, wurde es nun vergrößert. Oder besser: ergänzt. Mit Hinweisen und Jahreszahlen zu möglichen Kriegsverbrechen des Weltkriegs-Generals.

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Unterm Strich zeigten sich alle Beteiligten erleichtert, nun diese Lösung gefunden zu haben. Ursprünglich hatten SPD, Grüne und Linke im Northeimer Rat mit einem Antrag den Straßennamen der Hindenburgstraße ändern wollen. Zu kontrovers sei der Name Paul von Hindenburg mit den Geschehnissen im Ersten und Zweiten Weltkrieg verknüpft. Zu prominent hänge der – von Historikern noch nicht vollständig aufgeklärte – Hitler-Förderer an einer der bekanntesten Northeimer Straßen. Hans Harer, Grünen-Fraktionschef, hätte sich stattdessen den Namen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl im Kontrast für das Schild gewünscht. Bekommen hat er weder das, noch den Abschied Hindenburgs.

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