Polizeibeamte in Niedersachsen haben nach mehr als 34 Jahren erstmals neue Dienstausweise bekommen. Die Plastikkarte ist nicht nur neu, sondern offenbar auch fälschungssicherer. Denn immer wieder geben sich Menschen als falsche Polizeibeamte aus.

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Moderne Polizeiarbeit

Die rund 23.500 Mitarbeitenden der Polizei Niedersachsen verfügen damit ab sofort über ein zeitgemäßes Ausweisdokument im handlichen Scheckkartenformat. Es löst nach über 34 Jahren Nutzungsdauer den bisherigen grünen Dienstausweis ab.

Innenminister Pistorius sagte bei der Vorstellung: „In den vergangenen Jahren haben wir viel in die Ausstattung und die Digitalisierung unserer Polizei investiert. Das über 30 Jahre alte Papierdokument ohne besondere Sicherheitsmerkmale und praktische Zusatzfunktionen passten nicht mehr nicht mehr in das Bild einer modern und bürgernah ausgerichteten Polizei. Mit dem so genannten eDA verfügt die Polizei in Niedersachsen jetzt über ein modernes, kompaktes und insbesondere fälschungssicheres Ausweisdokument.“

Künftig legitimieren sich alle Mitarbeitenden in der Polizei Niedersachsen mit dem eDA. Auf dem Dokument selbst wird lediglich noch zwischen „Polizeivollzug“ und „Polizeiverwaltung“ unterschieden. „Damit endet die Zeit der verschiedenen Ausweise und es wird klar: Die Inhaberin oder der Inhaber weist sich künftig einheitlich als Angehörige oder Angehöriger der Polizei Niedersachsen aus“, so der Innenminister.

Grüße aus Göttingen

„Ich freue mich, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt mit einem neuen, sicheren und zeitgemäßen Dienstausweis ausgestattet werden“, sagt Gwendolin von der Osten, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, anlässlich der Einführung des neuen Ausweises. „Er vereinfacht aufgrund vielfältiger Funktionen nicht nur die täglichen Arbeitsläufe, er gibt auch den Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit, wenn es darum geht, Fälschungen zu erkennen. Ich hoffe sehr, dass es Betrügerinnen und Betrügern künftig seltener gelingt, Menschen mithilfe gefälschter Polizeiausweise zu täuschen“, so die Präsidentin weiter.

„Bei der Realisierung des Projektes war es wichtig, finanzielle Möglichkeiten, hohe Ansprüche an die Fälschungssicherheit sowie weitere Nutzungsoptionen in Einklang zu bringen“, erklärte die Projektleiterin „eDA“, Dorit Schröder und zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Um möglichst alle Produktionsschritte in einer Hand zu behalten, war lediglich die Beschaffung von Spezialdruckern sowie von rund 44.000 Kartenrohlingen nötig, die aller Voraussicht nach bereits den Bedarf der kommenden zehn Jahre abdecken. „Unter dem Strich steht ein Stückpreis von etwa 15 Euro pro Ausweis bei einer Gültigkeit und angenommenen Haltbarkeit von zehn Jahren“, so die Projektleiterin. Eine Neuausstellung ist lediglich bei Namensänderung oder bei Verlust notwendig.

Die Auslieferung der eDA an die Polizeidienststellen in Niedersachsen ist abgeschlossen. Dort erfolgt nach und nach die Ausgabe – im direkten Tausch gegen den alten Ausweis.

Informationen zu den integrierten Sicherheitsmerkmalen des eDA

Auf der Vorderseite gehören neben einem Lichtbild und dem Namen der Inhaberin / des Inhabers fünf Hologramme, die das Wappen Niedersachsens zeigen, das je nach Kippwinkel sichtbar wird, zur neuen Ausstattung. Auf der Vorderseite befindet sich auch eine geografische Abbildung mit den Umrissen Niedersachsens, die je nach Lichteinfall zwischen blau und violett changiert. Sogenannte Guillochen, die aus verschlungenen, ununterbrochenen und nach geometrischen Gesetzmäßigkeiten aufgebauten Linien bestehen, und zusätzlich feine Linienmuster erschweren eine widerrechtliche Reproduktion oder gar das Verfälschen des eDA.

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