Wer derzeit das Kreishaus in Northeim betreten möchte, muss sich wieder eine medizinische oder FFP2-Maske aufsetzen. Gleiches gilt seit vergangener Woche auch für Liegenschaften der Kreisverwaltung. Die Pflicht betrifft sowohl Mitarbeitende als auch Besucher. Die Kreisverwaltung reagiert damit auf die steigenden Infektionszahlen – auch im eigenen Haus.

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Corona im Kreishaus

Auf Nachfrage bestätigt eine Sprecherin, dass sich aktuell 109 Mitarbeitende der Kreisverwaltung „aufgrund von Atemwegsinfektionen“ arbeitsunfähig gemeldet haben. Zudem sind, stand 21. Juli, weitere 18 Mitarbeitende der Kreisabfallwirtschaft betroffen. „Tatsächlich verzeichnen wir in den unterschiedlichen Bereichen der Kreisverwaltung seit 2 bis 3 Wochen leicht ansteigende Krankheitszahlen“, erklärt eine Sprecherin. Das hat auch Folgen für die Arbeit der Verwaltung. Zwar könne das Arbeitspensum intern kompensiert werden. „Trotzdem ist es so, dass zusätzlich zu den krankheitsbedingten Ausfällen auch durch die Urlaubszeit Kolleginnen und Kollegen fehlen und es punktuell zu einer leicht verlängerten Bearbeitungszeit kommen kann.“ Dass einzelne Abteilungen mehr betroffen sein als andere, könne hingegen nicht gesagt werden.

Maskenpflicht

Für den Publikumsverkehr gilt eine Maskenpflicht beim Betreten des Kreishauses, der Außenstellen sowie dem Gelände der Kreisabfallwirtschaft. Für Beschäftigte gilt ebenfalls die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, soweit sie sich außerhalb des Büros aufhalten. Zur Verwendung kommen dürfen nur zertifizierte medizinische Masken oder FFP2-Masken. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Personen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Ausgenommen sind auch Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres.

Dr. Regina Pabst (links) und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel 2020 bei der Vorstellung der Northeimer Stadthalle als Impfzentrum.

„Wer krank ist, soll zu Hause bleiben!“

Neben der Wiedereinführung der Maskenpflicht gelten weiterhin die allgemein gültigen Abstands- und Hygienevorschriften. Wie die Kollegen der HNA erfahren haben, registrieren die Gesundheitsdienste derzeit landkreisweit täglich rund 360 Neuinfektionen. Am Dienstag meldet das Robert-Koch-Institut eine 7-Tage-Inzidenz im Kreis Northeim von 973,7. Innerhalb der vergangenen Woche haben sich demnach 1.283 Menschen im Kreis mit dem Virus angesteckt. Zudem steigt in Niedersachsen die Anzahl derer, die mit einer Infektion im Krankenhaus liegen. Das Land gibt einen Indikator von 14,1 an, 4,9 Prozent der Intensivbetten sind belegt.

Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste im Landkreis Northeim, fast die Situation deutlich zusammen. „Wir alle wissen inzwischen ganz genau, dass wir uns bei Treffen mit anderen Menschen mit Corona anstecken können: dies ist umso wahrscheinlicher, je mehr Personen teilnehmen, je weniger Masken getragen werden, je schlechter die Belüftung und je länger der Aufenthalt ist. Es hat also jeder für sich selbst in der Hand, welches Infektionsrisiko er/sie eingeht. Und wir sollten auch verinnerlicht haben, was wir eigentlich schon wussten: Kranke Personen sollten zu Hause bleiben und sich auskurieren!“

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