Bis zum 18. März sollen die mobilen Teams alle Impfungen in ALten- und Pflegeheimen abgeschlossen haben. Dieses Ziel gibt jetzt die Kreisverwaltung heraus. Schon jetzt sei in allen 29. Heimen im Kreis die Erstimpfung erfolgt, bei zehn schon die Zweite.

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Landrätin wünscht sich mehr Tempo

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ist begeistert, allen Menschen in den Einrichtungen ein so genannten „Impfangebot“ gemacht zu haben. Laut Kreisverwaltung haben sich im Schnitt 90 Prozent der Impfberechtigten auch impfen lassen. Insgesamt hat es Klinkert-Kittel aber doch zu lange gedauert: „Allerdings hätte ich mir, wie viele andere in unserem Landkreis auch, gewünscht, mit dem Impfen etwas schneller voranzukommen“, räumt die Landrätin ein. Schuld seie aber die geringen Mengen an Impfstoff.

 

Ebenfalls gut gelaunt äußert sich Amtsärztin Dr. Regina Papst. Vor allem die hohe Impfbereitschaft begeistern sie. „Das ist ein sehr wichtiger Beitrag, um gerade in diesen Einrichtungen schwere Krankheitsverläufe, die durch das Corona-Virus ausgelöst werden, weitgehend zu vermeiden.“ Doch auch hier kippt die Stimmung. Denn während sich die Heimbewohner offen zeigten, kamen vor allem bei den Mitarbeitern zunehmend Zweifel auf. „Zu meinem Bedauern hat sich die Impfbereitschaft noch weiter verringert, nachdem nunmehr für alle Menschen unter 65 Jahren anstelle des Impfstoffes BionTech der Impfstoff AstraZeneca zur Verfügung steht“, so Dr. Pabst.

Den schlechten Ruf des Impfstoffs hält sie für „völlig unberechtigt.“ Mit den zunehmenden Erkenntnissen über die Covid-Erkrankung sei außerdem deutlich geworden, dass auch jüngere Personen schwer erkranken und versterben können. „Immer wieder erschüttern mich Berichte über medizinisches Personal, das sich durch die Versorgung von Coronapatienten ansteckt und dann teilweise selbst schwer erkrankt,“ so Dr. Papst

Zuversicht

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel sei aber weiterhin „sehr zuversichtlich, dass sich in nächster Zeit noch viele Beschäftigte aus den Einrichtungen dazu entschließen werden, sich doch noch impfen zu lassen.“ Doch auch nach dem 18. März ist die Arbeit der mobilen Teams nicht getan, betont Frank Beckmann vom DRK als Leiter des Impfzentrums in Northeim. „Gerne fahren wir auch erneut die Einrichtungen an, um noch weitere Bewohnerinnen und Bewohner oder auch das Personal zu impfen. Allerdings sollten aus logistischen Gründen dem Impfzentrum mindestens 20 Personen benannt werden.“

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