Mit dem Kunst-Raum Northeim startet noch im Dezember ein neues Kultur-Projekt in der Rhumestadt. Den Initiatoren kommt dabei eine Denkpause der KSN-Stiftung zugute. Statt in diesem Jahr einen Stipendiaten zu unterstützen, steht das von der Stiftung angemietete Reddersenhaus frei. Was dort nun passieren soll, ist nicht einfach erklärt.

Kunst im Reddersen-Haus

Es soll ein Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler in Northeim werden. Ein Ort zum Netzwerken und zum Wissenstransfer. Ein geschützter Raum, ganz formfrei – zum Start aber in der Künstlerwohnung des Reddersen-Hauses in der Northeimer Innenstadt untergebracht. Jene Wohnung mit Atelier, die seit vielen Jahren den Stipendiaten der KSN-Stiftung jährlich zur Verfügung steht.

Bisher haben dort bis zu einem Jahr Künstler gewohnt und gearbeitet, die von der KSN-Stiftung ausgewählt waren. Nun ist das Reddersen-Haus die erste Station des Kunst-Raum-Northeim. Bis August plant die Initiative die Zusammenarbeit mit KSN und Reddersen-Stiftung. „Danach wollen wir weiter wachsen“, sagt Jutta Freter als eine der Mitinitiatoren. Bis dahin ist der Kunst-Raum-Northeim vor allem ein Mitmach-Ort.

Zum Start wird schon einmal Kunst mit Bürgermeister Simon Hartmann, KSN-Vorstand Bernd Sommer und den Initiatorinnen Iris Wilhelm-Hirr und Ingrid Kreiser-Demuth geschaffen.

Mitmach-Ort

Der Kunst-Raum-Northeim steht unter dem Dach der Initiative Kunst & Kultur Northeim E.V, initiiert von Iris Wilhelm-Hirr, Ingrid Kreiser-Demuth und Jutta Freter. Unterstützung gibt es zusätzlich von der Stadt Northeim, Bürgermeister Simon Hartmann ist begeistert. „Das innovative Konzept ist ein absoluter Gewinn für unsere Stadt. Denn mit dem zentralen Treffpunkt für hiesige Künstlerinnen und Künstler gewinnen wir gleichzeitig ein sichtbares Zeichen, das Northeim als Kulturstadt etabliert“, so Hartmann.

Für die Initiatorinnen ist das Ganze ein „Herzensprojekt“. Die neune Räume seien „ein perfekter Ort, um sich gegenseitig zu inspirieren und gemeinsam zu wachsen“, sagt Iris Wilhelm-Hirr. Die Besucher und Künstler erwarten wöchentliche Malwerkstätten, Kurse und Workshops. Geeignet für Einsteiger und Profis. Als neues Mitglied der Initiative Kunst & Kultur wächst auch hier das Portfolio, ganz zur Freude von Klaus Hoheisel: „Ich freue mich sehr über unseren Zuwachs, der mit neuem Schwung unsere Kulturszene in Northeim erweitert und belebt.“

Warum Kunst?

Die Idee entstand nach einem Austausch über die Grundsätze der Kunst in Northeim, sagen die Initiatorinnen. „Wir fanden es schade, dass viele Talente im Verborgenen bleiben. Mit der zentralen Lage in der Innenstadt rücken wir sie in die Sichtbarkeit und zeigen gleichzeitig das kreative Potenzial, auf das unsere Stadt stolz sein kann“, sagt Jutta Freter.

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Los geht es mit dem ersten Termin noch in diesem Jahr. Am 18. Dezember bietet Wilhelm-Hirr einen Workshop zum Thema „Kreative Karten & Glühwein“ an für Menschen, die Lust haben, künstlerische Weihnachtskarten aus Wellpappe zu gestalten. Am 12. Januar folgt dann die erste offene Malwerkstatt, die anschließend jeden Mittwoch ab 18:30 Uhr stattfinden soll. Es folgen ein monatlicher Stammtisch, Workshops und vieles mehr.

Das Reddersen-Haus

Im Titel des Projektes wurde mit Absicht der Begriff „Raum“ gewählt, der vor allem abstrakt zu verstehen sei. Die Idee ist es, sich nicht an ein Gebäude oder feste Mauern zu binden. Viel mehr soll Raum für die Kunst geschaffen werden, egal wo sie gerade stattfinden. Zum Start ist es eben das Reddersen-Haus, welches noch bis Ende August 2022 durch die KSN-Stiftung angemietet ist.

Mitmachkunst: Dieses Kunstwerk haben KSN-Vorstand Bernd Sommer und Bürgermeister Simon Hartmann erstellt.

Ein Ort, der seit gut 25 Jahren Künstlern ein Zuhause bietet, sei für dieses Projekt perfekt geeignet, findet KSN-Vorstandsmitglied Bernd Sommer. „Das Reddersen-Haus war von Beginn an ein Ort der bildenden Kunst.“ Das klassische Stipendium nimmt laut Sommer gerade eine „Auszeit“, um über die Künstförderung „neu nachzudenken“. „Wir freuen uns, dass wir mit der Zurverfügungstellung der zurzeit freien Räume Starthilfe für das neue Kunst-Projekt leisten können.“

 

2 Kommentare

  1. Am 18. Dezember bietet Wilhelm-Hirr einen Workshop zum Thema „Kreative Karten & Glühwein“ an für Menschen, die Lust haben, künstlerische Weihnachtskarten aus Wellpappe zu gestalten.
    Aber um wie viel Uhr. Und wer kann teilnehmen….

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