Eine Radtour mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel? Zum Auftakt der Aktion „Stadtradeln“ im Landkreis Northeim war das nun möglich. Am vergangenen Sonntag machten sich rund einhundert Radler auf den Weg rund um Northeim. Ab sofort können Radfahrer an der Aktion teilnehmen und noch bis Ende September Kilometer sammeln. Ob der Auftakt gelang, was dahinter steckt und wie es der Landrätin gefiel, sagt sie uns im Interview.

Stadtradeln im Landkreis Northeim

Wie auch im vergangenen Jahr nimmt der Landkreis an der Kampagne des Klima-Bündnis teil und gibt jedem Menschen der im Kreis wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder einem Verein angehört im Zeitraum vom 22. Mai bis zum 11. Juni die Möglichkeit, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln. Wer sich vorab registriert, kann sich in einem Team zusammenschließen oder dazustoßen und Punkte sammeln. Infos gibt es auf der Homepage der Aktion.

Die Strecke

Zum Auftakt im Landkreis Northeim wurde gemeinsam gefahren, vorneweg die Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Zu fahren waren –  die individuelle Anreise ausgelassen – etwa 50 Kilometer auf einer Strecke im nördlichen Kreis. Bei sonnigem Wetter ging es von Northeim über Hohnstedt, Vogelbeck und Salzderhelden bis nach Einbeck. Nach der dortigen Pause führte die Tour über Odagsen, Sülbeck und Stockheim zurück nach Northeim. Ziel war es auch, die Region als Radfreundlich erlebbar zu machen, was laut vielen Teilnehmern vor allem im Bereich der Polder bei Salzderhelden auch gelang.

Begleitet wurde die Tour auch durch die Polizei

Hilfe bei der Routenplanung

Die Strecke wurde allerdings nicht einfach so zusammengewürfelt, sondern geplant. Unterstützt wurde der Landkreis dabei vom ADFC. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Northeim brachte seine Expertise und Erfahrung mit in die Streckenplanung ein. Sie führten die Tour mit einer Spitzengruppe an.

Pause in Einbeck

In der Einbecker Stadthalle gab es eine ausgiebige Mittagspause. Neben einem Catering wurden Getränke durch den SVG Einbeck ausgegeben und die Tanzgruppe TSG Opperhausen sorgte für Unterhaltung, organisiert von der Stadt Einbeck gemeinsam mit dem Stadtmarketing Einbeck.

Jeder kann mit dem Fahrrad mobil sein

Verlosung für einen guten Zweck

Am Anfang der Tour war es möglich, Lose zu kaufen und Spenden zu sammeln. Der Erlös geht soll zur Hälfte an die Harz-Weser-Werke und an eine Fahrradwerkstatt in Uganda gehen. Dort soll es durch Spenden auch ärmeren Menschen ermöglicht werden, Fahrräder, Dreiräder oder Rollstühle zu nutzen.

Im Ziel angekommen und den Sonntag genießen

Ziel der Tour waren die Harz-Weser-Werke in Northeim. Standortleiter Peter Lohrengel stellte dort den Standort vor. Neben der Grünanlage mit Sitzgelegenheiten gab es für die Radler auch eine Einladung in den Sinnesgarten. In einem Gespräch erzählt er, wie gerne er für solche Veranstaltungen seine Tore öffnet und unterstützt. Und er hat Recht: Die tolle Atmosphäre lädt direkt zum wohlfühlen ein, was  sich in einer lockeren und fröhlichen Stimmung aller Teilnehmenden zeigte – inklusive Kuchenbüfett.

Ende der Strecke sind die Harz-Weser-Werkstätten in Northeim. Leiter Peter Lohrengel Stellt die Einrichtung vor.

Wichtige Begleiter

Neben dem ADFC Northeim waren auch einige andere wichtige Begleiter zur Stelle. Mitgefahren ist mit einem Werkstattwagen die Firma Fahrrad-Ansorge aus Northeim, ein Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Northeim und die Polizei mit zeitweise drei Motorrädern zur Absicherung. Pannen und platten Reifen gab es allerdings nicht, und alle Teilnehmer haben sicher das Ziel erreichen. Ebenfalls dazu beigetragen haben die regelmäßigen Stände mit Obst und Wasser. Dass das so gut geklappt hat, macht Lust auf eine Wiederholung im kommenden Jahr, heißt es vom Regionalmanagement des Landkreises.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel nahm an der Auftakt-Tour zum Stadtradeln teil.

Im Gespräch mit der Landrätin

Auch Landrätin Frau Klinkert-Kittel nahm in diesem Jahr an der Tour teil. Im Gespräch verrät sie, dass sie sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung ist und hofft, dass ab jetzt beim Stadtradeln viele Kilometer zusammenkommen. Auch sie freut sich bereits auf die Wiederholung im nächsten Jahr. Mit der Teilnehmeranzahl ist sie ebenfalls zufrieden und ist sich sicher, dass das Interesse an der Tour auch die Begeisterung zum Radfahren im Landkreis Northeim widerspiegelt und weckt.

Fotos: Lukas Hampe für Northeim jetzt

Vorheriger ArtikelMarathon-Rudern bringt 3.300 Euro für Kinderhospiz in Göttingen
Nächster ArtikelTHIMM verkauft Industrie-Sparte nach Japan und will kräftig investieren

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein