Der im September festgenommene Einbecker Brandstifter hat offenbar gestanden. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat nun Anklage gegen den 24-Jährigen erhoben. Sie wirft ihm neben 16 Brandstiftung auch die Unterschlagung eines Autos und weitere 33 Betrugstaten vor. Unter anderem hatte er in Hotels und an Tankstellen nicht bezahlt, so die Anklage.

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Brandserie

Die Brandserie in Einbeck war für die Einsatzkräfte über Monate eine große Herausforderung. Mehr als 20-mal brannte es im Einbecker Stadtgebiet, unter anderem die historische Saline in Salzderhelden. Das dortige Feuer können die Ermittler dem vermeintlichen Brandstifter allerdings nicht nachweisen. Dafür aber zahlreiche brennende Heu- und Strohballen. Bei einem dieser Einsätze überführte ihn eine Wildkamera. Nachdem er identifiziert wurde, nahmen ihn Ermittler schließlich in einem Hotel in Königslutter fest.

Laut Anklage begann seine kriminelle Reise im Juli in Hildesheim. Dort lieh er sich unter dem Vorwand einer Probefahrt einen Golf im Wert von 37.000 Euro aus und brachte ihn nicht mehr zurück. In der Folge soll er in der Zeit von Ende August bis Mitte September die Brände gelegt haben. Darunter mehrere Gartenlauben, Strohballen und eine Scheune.

Während seiner Reise durch das Stadtbebiet hatte er außerdem an mehreren Tankstellen getankt, ohne zu bezahlen. Auch die Hotels, in denen er übernachtete, verließ er ohne die Rechnungen zu begleichen.

Geständnis

Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeschuldigte mittlerweile sämtliche Taten eingeräumt. Er hat angegeben, planlos durch Niedersachsen gefahren und ab Ende August 2020 die Brände gelegt zu haben. Seine Aktion „seien für ihn ein entlastendes Ventil gewesen. Er habe in diesen Momenten keine Sorgen und Probleme gespürt. Im Nachhinein bereue er es, diese Dinge getan zu haben“, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest.

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Foto: Kreisfeuerwehr Northeim

https://steadyhq.com/de/northeim-jetzt

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