Warten auf das Winter-Unwetter: Stadt warnt, Feuerwehr und THW vorbereitet

Die Meteorologen warnen an diesem Wochenende vor einem Winter-Unwetter mit viel Schnee, Kälte und Glätte. Auch die Behörden wie der Deutsche Wetterdienst geben für Südniedersachsen erste Warnungen heraus. Wir haben bei den Rettungsorganisationen nachgefragt, außerdem schickt das Northeimer Rathaus eine wichtige Botschaft vor dem Wochenende.

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Feuerwehr hat Lage im Blick

Bei der Feuerwehr sei es grundsätzlich unmöglich, Einsatzlagen irgendwie vorauszuplanen, sagt Konstantin Mennecke, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr. „Im Winterhalbjahr ist auf vielen Einsatzfahrzeugen Streusalz verlastet, um gefrierendes Löschwasser direkt abstreuen zu können. Ebenso besitzen zahlreiche Feuerwehren Schneeketten für ihre Fahrzeuge, einige davon sind auch mit sogenannten Schleuderketten ausgestattet, die ebenfalls ein Vorankommen bei Eis und Schnee ermöglichen“, so Mennecke. Ansonsten helfen Dicke Socken, Taschen und Mützen gegen eisige Temperaturen bei Einsätzen. „Das übliche eben, um sich warmzuhalten.“

Dennoch beobachten die Führungskräfte der Feuerwehren und die Leitstelle die Entwicklung der Wetterlage genau im Blick. „Informationen über besonders widrige Straßenverhältnisse werden bei Einsätzen zudem der Einsatzleitstelle gemeldet und so nachrückende Kräfte vorgewarnt. So sorgen wir mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW gemeinsam für größtmögliche Sicherheit für unsere Retter.“

THW ist vorbereitet

Auch beim Technischen Hilfswerk (THW) sei man auf solche Situationen „grundsätzlich vorbereitet“, sagt Maximilian Radke vom THW in Einbeck. „Alle unsere Autos haben Gleitschutzketten dabei, die wir bei Bedarf schnell aufziehen.“ Speziell für dieses Wochenenge gab es offenbar auch schon eine Ansage vom Landesverband. „Wir wurden noch einmal darauf hingewiesen, das markantes Wetter kommt oder kommen kann. Aber etwas Spezielles ist nicht geplant“, sagt Radke.

Sollte sich kurzfristig aber eine Lage erbeben, stellen auch die ehrenamtlichen Helfer des Hilfswerks um. So, „dass zu Beispiel schon die Hälfte der Fahrzeuge mit Ketten in der Halle bereitsteht.“

Stadt warnt vor

Auch die Stadt Northeim warnt vor dem Wochenende und „winterliche Straßenverhältnisse“. Insbesondere weist sie darauf hin, dass der Winterdienst zwar im vollen Einsatz stehe, aber nicht an allen Orten gleichzeitig sein kann. Man werde nach „Dringlichkeit priorisieren“ und die Streu- und Räumpläne abarbeiten. Zudem wird daran erinnert, dass Schnee und Eis nicht auf die Fahrbahnen geworfen werden darf. Auch Autos sollten in der Zeit nicht auf der Straße stehen, damit die Räumfahrzeuge besser vorbeikommen.

Alle helfen mit

Und auch die Feuerwehr hofft auf die Unterstützung der Bevölkerung, sagt Sprecher Mennecke. „Bürger können, sollte es am Wochenende zu einem Wintereinbruch kommen, Rettungskräfte relativ einfach unterstützen: Hydranten, die schnell mal unter der Schneedecke verschwinden, dürfen, wie im restlichen Jahr auch, nicht zugeparkt werden. Wer diese von Schnee und Eis frei hält, kann der Feuerwehr zudem helfen, bei einem Brand schnellstmöglich helfen zu können.“

Und: wer an diesem Wochenende unnötige Fahrten vermeidet, der sorgt nicht nur für sich selbst für Sicherheit, sondern sorgt auch dafür, dass sich unsere Retter nicht in Gefahr begeben müssen. Wer trotzdem los muss, sollte mit ausreichend Sprit im Tank unbedingt mehr Fahrzeit einplanen. „Sollte dennoch etwas passieren, sind wir, wie gewohnt, jederzeit einsatzbereit.“

Übrigens: Das Titelbild zeigt den Blick vom Sultmer in Richtung Einbecker Landstraße, vorbei an der Corvinuskirche – im Jahr 2011.

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