Es riecht nach neuem Teppich und Metall, einem eigenen Mix aus „hier wird gearbeitet“ und „hier wurde gerade erst eingezogen“. Ein paar Schritte über den sauberen Boden, dann bleibt der Blick an einem Symbol hängen, das in diesen Räumen überall mitschwingt: Kartons. Flach gefaltet, aufgerichtet, sauber verschlossen, als würden sie zeigen wollen, worum es hier geht. Die NOM WMT und ihr Aufsichtsrat sind zu Besuch bei Opitz Packaging Systems im Northeimer Süden. Ende 2023 hat das Unternehmen seine neuen Hallen bezogen. Schon auf den ersten Blick wird deutlich: Hier wurde nicht nur „ein neuer Standort“ eröffnet, es wurde an der Zukunft gebaut.
„Willkommen bei uns“, sagt Tim Opitz, Geschäftsführer, und schiebt – fast beiläufig – nach: „Sie werden sehen, wir sind ziemlich praktisch veranlagt.“ Es ist einer dieser Sätze, die nicht nach großer Bühne klingen und gerade deshalb passen. Denn Opitz Packaging Systems stellt innovative Verpackungsmaschinen für die Logistikindustrie her. Und Innovation zeigt sich hier nicht im Lauten, sondern im Präzisen: in Abläufen, die Zeit sparen; in Technik, die Prozesse sicherer macht; in Lösungen, die den Versandalltag für Unternehmen einfacher machen.

Die große Tafel im Meetingraum ist gedeckt. Draußen in der Halle stehen Maschinen, als warteten sie geduldig auf ihren nächsten Einsatz. Tim Opitz stellt das Unternehmen vor, erzählt von der Entwicklung, vom Umzug, von den Gründen für Northeim und von den Wachstumszielen, die sich mit den neuen Flächen deutlich realistischer anfühlen. Mehr Umsatz, mehr Mitarbeitende. Das ist schnell erzählt, bedeutet aber viel Arbeit für die Familienunternehmer.
Zwischendurch fällt ein Blick aus dem Fenster: südlich gelegen, gut angebunden, mit dem Gefühl, dass Logistik hier nicht bloß ein Branchenwort ist, sondern ein Standortfaktor. Northeim habe in den vergangenen Jahren an Profil gewonnen. Nicht allein durch Lage, sondern durch Unternehmen, die diese Lage konsequent nutzen. Opitz Packaging Systems ist eines davon. „Wir wollen und wir können hier weiter wachsen“, sagt Tim Opitz.

Und während Tim Opitz über Prozesse spricht, die sich automatisieren lassen, und über Anforderungen, die im Markt steigen, wird klar: Verpackung ist längst nicht mehr „das Letzte vor dem Versand“. Verpackung ist ein entscheidender Teil der Wertschöpfung geworden, insbesondere in einer Zeit, in der Lieferketten enger getaktet sind, Kunden schnelle Zustellung erwarten und Unternehmen gleichzeitig Ressourcen und Materialverbrauch im Blick behalten müssen. Wer hier effizienter wird, gewinnt Spielraum. Und das gelingt von Northeim aus.

Nach der Präsentation geht es durch die neuen Bereiche. Keine Show, kein Hochglanzmuseum. Eher ein Rundgang, bei dem man automatisch langsamer wird, weil es so viel zu sehen gibt: strukturierte Arbeitsplätze, kurze Wege, Bereiche, in denen Teile gefertigt, montiert und getestet werden. Immer wieder bleibt jemand stehen, stellt eine Frage, nickt. Viele der zu montierenden Maschinen tragen das Opitz-typische rot, andere werden im Kundeauftrag lackiert.
Dabei geht es um mehr als nur „Kartons falten.“ Die Maschinen analysieren und messen die zu verpackenden Güter, um sie anschließend platz- und damit kostensparend einzupacken. Das geht mit eigenen Innovationen und Monteurskunst. Dafür ist das deutsche Unternehmen international gefragt, betont Opitz. Es ist dieser kurze Austausch, der die Technik greifbar macht. Nicht als abstrakte „Innovation“, sondern als Antwort auf einen sehr realen Bedarf in der Logistikindustrie: zuverlässig verpacken, wirtschaftlich arbeiten, flexibel bleiben.

Davon ist auch WMT-Wirtschaftsförderin Hanna May überzeugt. „“Opitz Packing Systems ist ein Innovator in seiner Sparte und hat sich aktiv für den Standort Northeim entschieden. Wir freuen uns sehr über dieses Bekenntnis zum Standort Northeim. Der Blick hinter die Kulissen war inspirierend und wir sind dankbar für diese tolle Gelegenheit“, sagt sie. Und verspricht: „Als Wirtschaftsförderung sehen wir uns als wichtigen Partner der Wirtschaft, unterstützen bei Gewerbeansiedlungen und setzen uns für die Belange der Unternehmen ein.“

Nach dem Rundgang wird es erneut stiller – nicht, weil weniger passiert, sondern weil etwas Anderes beginnt: Der Aufsichtsrat der WMT nutzt im Anschluss an die Unternehmensvorstellung die Räume von Opitz Packaging Systems für eine Sitzung. Auch das ist eine Form von Nähe, die man nicht planen kann: Dort, wo sonst über Fertigung, Montage und Abläufe gesprochen wird, geht es nun um Verantwortung, Entscheidungen und die Frage, wie man einen Standort weiter stärkt. Es wirkt fast wie eine kleine, freundliche Ironie: Wirtschaftsförderung berät nicht irgendwo über Wirtschaft, sondern mitten darin.
Die NOM WMT bedankt sich bei Tim Opitz und dem gesamten Team von Opitz Packaging Systems für die Offenheit, den Einblick und den konstruktiven Austausch.
Neugier, der Wille zur Zusammenarbeit und der offene Austausch sind fest im Selbstverständnis der WMT verankert. Sie sucht aktiv den Austausch mit weiteren Unternehmen in Northeim, besucht sie vor Ort, will ihre Themen und Herausforderungen besser verstehen und aufzeigen, wie sie konkret unterstützen kann.
Dabei versteht sich die WMT als verlässliche Ansprechpartnerin, engagierte Vernetzerin und starke Impulsgeberin für den Wirtschaftsstandort Northeim. Sie lädt Unternehmen ausdrücklich dazu ein, auf sie zuzukommen, um sich kennenzulernen, voneinander zu lernen und gemeinsame Stärken gezielt zu nutzen.



