Sie haben genug von „Extrarunden in Rat und Verwaltung“, fordern „Mut zur Entscheidung“ und ein Ende des politischen „Taktieren auf Status Quo der 80ziger Jahre“. Sieben Northeimer Unternehmer richten sich mit drastischen Worten an Rat und Verwaltung. Sie sprechen von „Zeitverschwendung“ und meinen den Münsterplatz und den Quellhügel in der Northeimer Innenstadt.

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Die Standortgemeinschaft macht Druck

Am Freitagabend landet die Stellungnahme der Northeimer Standortgemeinschaft Northeim im Mail-Postfach. Absender sind die Northeimer Unternehmer Kristian Diederichs, Bernd Hahne, Axel Francke, Till Jürgens, Beat Jürgens, Doris Ohlmer und Ulf Ohlmer. Sie haben offenbart genug von der Diskussion rund um den Münsterplatz und dem Quellhügel. Als direkt Betroffene fordern Sie nun Entscheidung ein – und beziehen selbst Stellung.

Münsterplatz

Und wie sieht diese aus? Zum Münsterplatz fordern die sieben Northeimer „Mut zur Entscheidung für die Umsetzung der vorliegenden Planung“. Dabei kritisieren sie vor allem die „aktuellen Extrarunden in Rat und Verwaltung“ und machen klar: „Der damit verbundene Zeitverlust ist für uns nicht akzeptabel.“ Dieses Verhalten führe nur dazu, dass „Ressourcen bei Planern, Verwaltung und viele ehrenamtlich Engagierten vergeudet“ werde, heißt es dazu in der Stellungnahme der Standortgemeinschaft.

Sie befürchten, dass die Folgen eine „erhebliche Unsicherheit“ für vorhandene Anrainer und mögliche Investoren sind. Für die Standortgemeinschaft ist die Sanierung des Münsterplatzes ein „Leuchtturmprojekt“, welches sie als eine Chance begreifen, um „Northeim zukunftsfähig aufzustellen und die Innenstadt mit Leben zu füllen“. Dass das überhaupt möglich ist, sei der Städtebauförderung zu verdanken. Eine Chance, die „jetzt im Sinne zukünftiger Generationen genutzt werden“ sollte.

Quellhügel

Zudem stehe die Standortgemeinschaft geschlossen hinter der Ratsentscheidung, den Marktplatz für Kinder und Familien attraktiver zu gestalte. „Für uns ist es unverständlich, dass dieses Projekt durch politisches Taktieren auf Status Quo der 80ziger Jahre verharren soll“, gehen die sieben Northeimer Unternehmer mit den Gegnern einer Umgestaltung des Quellhügels hart ins Gericht. „Das große ehrenamtliche Engagement in der Bürgerschaft wird durch das kontraproduktive Wirken der Entscheidungsträger (in Rat und Verwaltung) konterkariert“, so ihr vernichtendes Zeugnis.

Was jetzt passiert

Neben den Medien wurden auch Rat und Verwaltung über die Stellungnahme informiert. Eine Reaktion wird in den kommenden Tagen erwartet. Es wird entsprechend nachberichtet.

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