Reifenspuren, tote Hasen: Northeimer Segelflieger müssen Flugplatz reparieren

Ärger am Sultmer Berg. In der vergangenen Woche haben Unbekannte offenbar mit einem Auto den Segelflugplatz stark beschädigt. Tiefe Reifenspuren, Löcher und Schäden an der Flur wurden hinterlassen. Mit schwerem Gerät versuchen nun Unterstützer des Luftsport-Vereins Northeim (LSV), Landebahn und Rasenfläche zu retten.

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Immer wieder Schäden

Mitglieder des LSV haben den Schaden mit Fotos und einer Drohne dokumentiert. Die Schäden am Rasen sind deutlich erkennbar. „Wir pflegen ja nicht nur unseren Landeplatz, sondern auch die Natur hier oben“, sagt Tilo Teichert. Dazu sei der Verein auch regelmäßig mit dem Revierförster im Austausch. Dieser hatte den Schaden vergangene Woche auch als erster entdeckt.

Laut LSV komme es immer wieder zu solchen Ausflügen von Autofahrern. „Die Schranke rauf zum Flugplatz ist seit Jahren defekt. Wir dürfen sie aber nicht erneuern, weil der Weg der Stadt gehört“, sagt Teichert. „Wäre dort eine Schranke, würde das den einen oder anderen vielleicht noch davon abhalten, hier hochzufahren.“

Eine Nachfrage bei der Stadt Northeim bestätigt die Situation. Insgesamt befinden sich rund um den Flugplatz drei Schranken, zwei davon gehören der Stadt – und sind kaputt. „Die Stadt Northeim wird Möglichkeiten eines Austausches kurzfristig prüfen“, heißt es dazu auf Nachfrage.

Riesige Löcher, tote Hasen

Immer wieder nutzen deshalb Autofahrer den großen Platz, um „wilde Sau“ zu spielen. „Meistens fahren sie sich dann sogar fest, die riesigen Löcher sehen wir diesmal auch“, so Teichert. Auch, dass diesmal zusätzlich wohl mit einem Quad das festgefahrene Auto befreit wurde, sei gut am Radstand der Spuren zu erkennen.“Wir finden auch tote Hasen auf der Rasenfläche und vermuten, dass die Tiere vorher mit den Autos gejagt und dann überfahren werden.“

Nun gebe es verschiedene Möglichkeiten, die Vandalen abzuschrecken oder herauszufinden. Neben der Schranke zum Beispiel auch eine Kamera auf dem Gelände. Viel geholfen hat es aber bisher nicht. Die LSV-Mitglieder können also nur appellieren – und jedes Jahr aufs Neue die tiefen Spuren im nassen Boden beseitigen. Mit Walzen, Schaufeln und Muttererde.

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