Nachdem die Deutsche Post ihre Filiale im Northeimer CityCenter geschlossen hat und immer mehr Menschen in der Region die unregelmäßige Zustellung ihrer Briefe kritisieren, hat nun offenbar auch Northeims Bürgermeister Simon Hartmann genug gehört. Stephan Siekmann, regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post AG für Niedersachsen und Bremen, war deshalb nun Gast im Northeimer Rathaus. Darum ging es im Gespräch.

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Über das Vieraugengespräch berichtet bisher nur die Stadt selbst, ist also eine eher einseitige Quelle. Soviel vorweg. Offiziell war Siekmann „Gast im Northeimer Rathaus“ und war „auf Initiative von Bürgermeister Simon Hartmann“ nach Northeim gekommen. Es dürfte aber klar sein, dass sich der Politikbeauftragte der Post AG einiges anhören durfte. Dinge, die sich auch der Bürgermeister zuletzt angehören musste.

Post in Northeim

Dass es in Northeim keine Postfiliale nach der Schließung im CityCenter mehr gibt, sei dem Verwaltungschef gegenüber „von vielen Northeimerinnen und Northeimern“ bereits mehrfach zum Thema gemacht worden. Dass seit einiger Zeit die Briefpost bei vielen Menschen in Northeim selten bis gar nicht ankommt, wurde auch erst Hartmann und nun Siekmann noch einmal „deutlich gemacht“.

Was bringt es? Der letzte Satz der Mitteilung aus dem Rathaus macht neugierig: „Bürgermeister Simon Hartmann und Stephan Siekmann vereinbarten einen fortgesetzten Austausch.“

Bürgermeister Simon Hartmann und der regionale Politikbeauftragte der Deutschen Post AG Stephan Siekmann. Foto: Stadt Northeim

Maßnahmenkatalog

Laut Siekmann sei „die Schließung auf Veranlassung der Postbank erfolgt, die zwischenzeitlich Teil einer Privatbank ist“. Er verwies lediglich auf die Filiale an der Graf-Otto-Straße unweit des Verteilzentrums und das dort „eine Ergänzung des Angebots vorgenommen wurde“. Heißt: absehbar keine neue Haupt-Filiale in Northeim. Und was ist mit meinen Briefen?

Ein „umfassender Maßnahmenkatalog“ sei als Reaktion schon in der Umsetzung. Um das Problem zu lösen, seien sogenannte Abrufkräfte und Personal aus anderen Regionen in der Nähe eingesetzt worden. Nach wie vor sein man aber dabei, neue Mitarbeitende einzustellen. „Der Fokus liege aber auch weiterhin auf der Region“, so Siekmann weiter.

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