Am 9. und 10. Mai verwandelt sich die Northeimer Innenstadt wieder in eine große Freiluftfläche für Mobilität. Die NOM MOT 2026 bringt so viele Automarken wie nie zuvor in die Stadt. Rund zehn Autohäuser und weitere Aussteller sind beteiligt. Damit bleibt die Veranstaltung das, was sie seit Jahren ausmacht: eine Automesse unter freiem Himmel, aber eben nicht nur eine Automesse. Sie ist auch Stadtbummel, Familienausflug, Technikgespräch, Kinderprogramm, Treffpunkt und kleine Liebeserklärung an eine Innenstadt, die zeigen darf, was in ihr steckt.

Wer an diesem Maiwochenende durch die Straßen geht, wird vermutlich zuerst das sehen, was man auf einer Mobilitätsmesse erwartet: neue Modelle, blanke Felgen, offene Türen, aufgeräumte Innenräume, vielleicht auch den einen oder anderen Menschen, der sich kurz hineinsetzt und so tut, als wäre er nur „mal neugierig“. Natürlich. Rein zufällig prüft man dann Sitzhöhe, Display, Kofferraum und Beinfreiheit.

Mit dabei sind unter anderem Autohaus Südstadt, Autohaus Hermann, Autohaus Peter Gruppe, Autohaus Bethel, Autohaus Kerkau, Autohaus Schulz, Autohaus Siebrecht, Autohaus Dreyer und Autohaus Glinicke. Gezeigt wird klassische Mobilität ebenso wie Elektromobilität. Wohnmobile machen Lust auf Urlaub, E-Bikes bringen Bewegung in die Ausstellung, Motorräder setzen eigene Akzente und auch Bewegungshilfen gehören zum Bild dieser Messe. Mobilität wird hier breit verstanden. Es geht nicht nur darum, wie ein Mensch von A nach B kommt. Es geht darum, was Bewegung im Alltag bedeutet.

„Die NOM MOT zeigt, wie lebendig Innenstadt sein kann. Sie bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und macht Mobilität erlebbar“, sagt Michael Eilers-Turau, Geschäftsführer der Northeimer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing und Tourismus. City- und Eventmanager Michael Böhnert ergänzt: „Das gelingt uns mit tollen Partnern, die diese NOM MOT lebendig machen.“

Genau darin liegt der Kern dieser Veranstaltung. Natürlich geht es um Fahrzeuge. Aber es geht auch um Beratung, Nähe und Vertrauen. Die Mitarbeitenden der Autohäuser stehen nicht hinter Prospektständern, sondern mitten in der Stadt. Sie beantworten Fragen, erklären Unterschiede, hören zu. Wer sich für ein Auto interessiert, kann vergleichen. Wer sich noch gar nicht sicher ist, kann einfach schauen. Und wer eigentlich nur zum Bummeln gekommen ist, bleibt vielleicht doch an einem Fahrzeug hängen, weil die Farbe passt, die Reichweite interessiert oder der Hundekäfig theoretisch in den Kofferraum passen könnte.

Die historische Kulisse macht daraus mehr als eine Produktschau. Zwischen Fachwerkhäusern, Straßencafés und belebten Wegen entsteht ein Bild, das Northeim gut steht. Moderne Mobilität trifft auf alte Handelswege. Technik steht vor jahrhundertealten Fassaden. Das ist ein Kontrast, aber kein Bruch. Northeim war immer ein Ort der Bewegung. Waren, Menschen und Ideen sind hier seit Jahrhunderten unterwegs. Die NOM MOT knüpft daran an, nur eben mit Ladekabel, Assistenzsystem und Probierlaune.

Am Veranstaltungs-Samstag rückt diese Geschichte auch inhaltlich in den Mittelpunkt. Eine besondere Stadtführung erzählt von Handel und Bewegung entlang historischer Routen durch Northeim und Südniedersachsen. Eine weitere Führung widmet sich der aktuellen Weiterentwicklung des grünen Walls rund um die Innenstadt. Damit zeigt die NOM MOT nicht nur, was auf Rädern passiert, sondern auch, wie sich die Stadt selbst bewegt.

Ein fester Bestandteil ist außerdem die Blaulichtmeile. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, DLRG und Polizei zeigen, was Ehrenamt, Einsatzbereitschaft und professionelle Zusammenarbeit bedeuten. Die Freiwillige Feuerwehr demonstriert die Rettung aus einem echten Auto mit großem Gerät. Das ist eindrucksvoll, laut und für Kinder vermutlich einer der Momente, in denen Erwachsene plötzlich genauso aufmerksam sind wie sie selbst.

Auch der Blick nach oben gehört wieder dazu. Das Northeimer Unternehmen W.Schnitger bringt seine 70-Meter-Hebebühne mit. Wer den Mut hat, bekommt eine Aussicht über Northeim, die man nicht jeden Tag erlebt. Unten geht es weiter mit Attraktionen für Kinder und Jugendliche, Livemusik und Gastronomie. Die NOM MOT soll nicht nur informieren. Sie soll Aufenthalt schaffen. Menschen sollen bleiben, essen, reden, entdecken und vielleicht die eigene Stadt für ein paar Stunden anders sehen.

Für die Anreise empfiehlt die NOM WMT den kostenfreien Parkplatz am Mühlenanger. Er ist von den wichtigen Verbindungsstraßen gut erreichbar. Von dort führt der Weg bequem zu Fuß über die Mühlenstraße in die Innenstadt. Weitere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten gibt es unter anderem im CityCenter-Parkhaus. Dass der lokale Handel am Sonntag parallel zur NOM MOT öffnet, passt genau in dieses Bild. Die Händlerinnen und Händler machen die Innenstadt nicht zur Kulisse, sondern zum Mitspieler. Wer zur Automesse kommt, kann einkaufen. Wer zum Einkaufen kommt, kann die NOM MOT erleben. Und wer beides verbindet, versteht vielleicht am besten, warum solche Veranstaltungen für eine Stadt wichtig sind.

Innenstadt entsteht nicht von allein. Sie braucht Anlässe. Sie braucht Menschen. Sie braucht Betriebe, die ihre Türen öffnen, Vereine, die sich zeigen, Unternehmen, die mitmachen, und Gäste, die nicht nur durchfahren, sondern bleiben.

Am 9. und 10. Mai wird Northeim wieder zeigen, wie das aussehen kann: nicht perfekt, nicht künstlich, sondern lebendig. Zwischen Motorhaube und Marktplatz, zwischen Hebebühne und Handel, zwischen Zukunftstechnik und Fachwerk entsteht für ein Wochenende ein Bild von Stadt, das einfach funktioniert. Mobilität heißt dann nicht nur fahren. Mobilität heißt auch: sich auf den Weg machen.

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