Offenbar haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, auch nach dem 30. September über eigene Strukturen zu impfen. Zumindest wurde den Kommunen ein entsprechendes Konzept angekündigt, wie es nun aus dem Kreishaus heißt. Im höchsten Verwaltungsgebäude steht man nun allerdings vor einem Problem. Denn die Northeimer Stadthalle steht am Oktober als Impfzentrum nicht mehr zur Verfügung.

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Umplanen

Demnach wollen Bund und Länder auch nach dem 30. September einen „Mindestbetrieb der Impfzentren gewährleisten“, heißt es am Freitag aus dem Kreishaus. Die Stadthalle Northeim, die aktuell als Impfzentrum dient, steht dann allerdings nicht mehr zur Verfügung. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Northeim hatte sich am Montag dazu entschieden, den ursprünglich mit dem Kreis Northeim geschlossenen Mietvertrag über den 15. August bis Ende September zwar zu verlängern. Allerdings war diese Entscheidung an das Bekenntnis geknüpft, dass die Stadthalle ab Oktober wieder für Kunst und Kultur zur Verfügung steht.

Das bringt die Northeimer Kreisverwaltung nun in Not, denn es bleiben nur wenige Monate Zeit um einen neuen Standort zu suchen. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel blicke deshalb mit Spannung nach Hannover und Berlin und hofft, „dass der ländliche Raum auch zukünftig bedarfsgerecht berücksichtigt wird.“ Sie erwartet vor allem aus Hannover und der Niedersächsischen Landesregierung, in deren Auftrag auch der Kreis Northeim ein Impfzentrum vorhält, Unterstützung.

Gespräche laufen

Schon jetzt habe Sie „mit Dritten“ Gespräche geführt, heißt es aus dem Kreishaus. Diese werden „vertiefend fortsetzen, sobald die konkreten Vorgaben vom Land vorliegen“, so Landrätin Klinkert-Kittel. Ob auch die Stadt Northeim zum ausgewählten Gesprächskreis gehört, ist nicht klar. Eine Anfrage dazu ging bereits an das Rathaus, die Antwort steht am Freitagnachmittag aber noch aus und wird zum Start der neuen Woche erwartet.

Bürgermeister Simon Hartmann hatte Anfang der Woche aber noch einmal betont, wie stolz er und wie wichtig es sei, als „Stadt einen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie im Kreis Northeim zu leisten.“ Mit der definitiven Schließung des Impfzentrums in der Northeimer Stadthalle wolle Bürgermeister Hartmann den Kulturschaffenden zudem eine klare Perspektive Bieten. Stand jetzt sind für Anfang Oktober bereits erste Veranstaltungen geplant, unter anderem soll das Göttinger Symphonieorchester spielen.

Impfen auf Rädern

Neben einem Impfzentrum will der Kreis erneut auf mobile Impfteams setzen. Diese würden bei den eigenen Planungen „im besonderen Fokus stehen“. Neben den Restimpfungen sei auch noch nicht klar, ob es Auffrischungs-Impfungen brauche. Insbesondere in diesen Fällen sollen Impfzentren unterstützen. Die Hauptaufgabe des Impfens sollen aber nach wie vor die niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte leisten.

Am Freitag Waren mit der ersten Impfdosis bisher 37.896 Personen (Stand: 16.6.2021) im Impfzentrum und 31.385 Personen (Stand 16.6.2021) bei den Hausärzten geimpft. Eine zweite Impfdosis haben bisher 22.951 Personen (Stand: 16.6.2021) im Impfzentrum und 16.603 Personen (Stand 16.6.2021) bei den Hausärzten erhalten.

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