Das Gebiet rund um den Autohof Westerlange in Northeim wird weiter ausgebaut. Künftig sollen dort zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge entstehen. Erstmals sind auch Ladepunkte für E-Lkw vorgesehen. Dafür investieren Aral pulse und die Stadtwerke Northeim insgesamt rund eine Million Euro.
Die Stadtwerke Northeim übernehmen als lokaler Netzbetreiber einen Anteil von mehr als 650.000 Euro. Mit der Investition wird die Energieinfrastruktur am Standort deutlich erweitert. Ein wichtiger Bestandteil ist der Ausbau des 20-Kilovolt-Mittelspannungsnetzes. Dafür wurde auf dem Gelände eine neue Selektivstation mit leistungsfähiger Mittelspannungsschaltanlage aufgestellt. Die Station ist rund neun Meter lang, 3,5 Meter breit und wiegt etwa 80 Tonnen. Für die Aufstellung kam ein 250-Tonnen-Mobilkran zum Einsatz.
Durch die Erweiterung steige die verfügbare Anschlussleistung am Standort deutlich. Bislang standen rund vier Megawatt zur Verfügung. Künftig sollen es etwa neun Megawatt sein. Die zusätzlichen Kapazitäten schaffen die Voraussetzung für weitere Schnellladeangebote für Elektroautos und für die geplanten Lademöglichkeiten für E-Lkw. Gerade im Bereich des Schwerlastverkehrs ist das Angebot entlang der A7 und zwischen Göttingen und Hannover bislang noch vergleichsweise gering.
Auch langfristig soll der Standort weiterentwickelt werden. Nach Angaben der Stadtwerke wird bereits mit einer möglichen weiteren Verdoppelung der Netzkapazität geplant.
Neben der Ladeinfrastruktur spielt auch die regionale Stromerzeugung eine Rolle. Bereits vorhandene und weitere geplante Photovoltaikanlagen sollen dazu beitragen, vor Ort erzeugte Energie für die Elektromobilität zu nutzen.
Damit gewinnt das Gebiet rund um den Autohof Westerlange über seine bisherige Funktion als Verkehrs- und Servicestandort hinaus an Bedeutung. Die Verbindung aus leistungsfähigem Stromnetz, Ladeinfrastruktur, erneuerbaren Energien und der Lage an der A7 stärkt den Standort als Teil der regionalen Energie- und Verkehrsinfrastruktur.



