Erstmals seit 2019 findet in Northeim wieder ein lebendiger Adventskalender statt. Die Idee: An jedem Wochentag vom 1. bis 24. Dezember öffnen immer abends verschiedene Türen von Vereinen, Häusern und Institutionen. So zum Beispiel im Theater der Nacht, der Feuerwehr oder des Museums. Hinter der Aktion stehen Pastor Stefan Leonhardt von der Kirchengemeinde St. Sixti und Beate Warnicke vom Tagestreff Oase.

Lebendiger Adventskalender in Northeim

Beide hatten die Aktion bereits 2019 zum ersten Mal in die Kreisstadt geholt. „Wir kennen das Konzept aus den Dörfern“, sagt Pastor Stefan Leonhardt, „doch in einer Kleinstadt wie Northeim ist das etwas komplizierter, weil anonymer.“ Um es in der Stadt trotzdem einmal zu versuchen, hätten sich Pastor Leonhardt und Beate Warnicke „gesucht und gefunden“. Und so setzen beide ihre Ursprungsidee weiter fort, auch diesmal öffnen nicht etwa Privatpersonen ihre Türen, sondern 20 Vereine, Institutionen und Häuser.

Beate Warnicke und Pastor Stefan Leonhardt haben bereits 2019 den lebendigen Adventskalender organisiert und freuen sich in diesem Jahr auf die Neuauflage.

Zuspruch schon 2019

Dem zugrunde liegt auch der große Erfolg des lebendigen Adventskalenders von vor drei Jahren. „Wir waren überrascht, wie gut es uns am Ende auch selbst gefallen hat“, schwärmt Beate Warnicke. Nach aufwändigen Planungen für 2020 und dem Ausfall 2021 entschieden sich beide im vergangenen Sommer, für 2022 erneut in die Planung zu gehen. Mit Erfolg, denn auch diesmal sei der Zuspruch so groß gewesen, dass nicht jede potenzielle Tür auch ihren Wunschtermin zugesprochen bekam.

Plakat und Programm des zweiten lebendigen Adventskalenders in Northeim

Rund 20 Türen öffnen sich

Los geht es am 1. Dezember und anschließend an jedem Werk- und Samstag um 18:30 Uhr an den jeweiligen Stationen. Den Auftakt macht die evangelische Freikirche am Wolfshof, später kommen unter anderem das Theater der Nacht, die Freiwillige Feuerwehr oder die Touristik-Info im Reddersenhaus dazu. „Jeder Abend soll etwa 30 Minuten dauern“, erklärt Pastor Leonhardt. „Davon beinhalten 15 Minuten inhaltlich etwas vom Gastgeber mit einem adventlichen Impuls und 15 Minuten ein gemütliches Zusammensein.“ Zwei Lieder, ein lockerer Segen und die Vorstellung der nächsten Adresse an jedem Ende des Abends sollen die Termine auch inhaltlich miteinander verbinden.

Spende für die Tafel

Damit auch vorab schon sichtbar ist, an welchem Tag welcher Ort geöffnet wird, werden am dem Montag nach Totensonntag die jeweiligen Nummern des Kalenders an den Häusern sichtbar gemacht. Zudem gibt es ein Plakat und einen Flyer mit einer Übersicht und allen Adressen. Das Bildmotiv stammt von Renate Dieckmann. Neu ist in diesem Jahr, dass an jedem Abend ein Spendenhut umgeht. Das gesammelte Geld soll am Ende an die Northeimer Tafel übergeben werden.

Das Plakat mit einem Motiv von Renate Dieckmann verteilen Beate Warnicke und Pastor Stefan Leonhardt ab sofort an vielen Stellen in Northeim. Darauf ist zu sehen, an welchen Tagen welche Türen geöffnet werden.

Für Northeim

Warnicke und Leonhardt sind mittlerweile ein eingespieltes Team und schwärmen von der gemeinsamen Zusammenarbeit. „Wir sind neben unserer Arbeit auch Bürger und wollen uns engagieren, zeigen, wie vielfältig unsere Stadt eigentlich ist“, sagt Beate Warnicke. Deshalb freuen sich beide auch selbst schon darauf, den lebendigen Adventskalender selbst zu besuchen. „Für mich ist es eine Gelegenheit, die Adventszeit bewusst zu empfinden“, sagt Pastor Leonhardt. „Ich freue mich sehr darauf, und das soll nicht falsch klingen, mit den Northeimern einen Glühwein zu trinken und alte und neue Gesichter wiederzusehen.“

Vorfreude auf Weihnachten

Beate Warnicke nutzt die für sie sonst stressige Adventszeit zum Runterfahren. „Das gelingt mir in dieser halben Stunde des lebendigen Adventskalenders ganz gut. Jeder dieser Abende hat mich geerdet und ich bin mit Freude auf Weihnachten nach Hause gegangen. Sie hofft, auch vielen wiederzusehen, die schon 2019 teils jeden Abend mit dabei gewesen sind. Wie damals ist auch diesmal sowohl die Teilnahme als auch das Getränk im Anschluss kostenfrei. Es wird aber darum gebeten, einen eigenen Becher mitzubringen, damit sich niemand um den großen Abwasch kümmern muss. „Wir wollen, dass alle so wenig Arbeit wie möglich damit haben und jeweils einen tollen Abend genießen.“

 

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