An diesem Wochenende sollen allein im Northeimer Impfzentrum in der Stadthalle 1.400 Menschen zusätzlich geimpft werden. Es ist das erste Mal, dass in der Kreisstadt auch an einem Samstag und einem Sonntag geimpft wird.

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Stolzes Rotes Kreuz

Schon am Freitag schaute deshalb das Präsidium des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim vorbei. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt das Northeimer Impfzentrum im Auftrag des Landkreises Northeim. Präsident Dr. Carsten Hufenbach dankte dabei den haupt- und ehrenamtlichen Kräften vor Ort. „Vor allem lokal mit Kräften aus der Region Göttingen-Northeim zu helfen, ist Ausdruck für das regionale Engagement und die Tatkraft unseres DRK in der Region Göttingen-Northeim.“

Laut Hufbach sind derzeit 66 DRK-Kräfte im Northeimer Impfzentrum im Einsatz. 46 von ihnen hauptamtlich, also angestellt – 18 in Vollzeit. Fünf weitere sollen am Mai hinzukommen. Seit Start im Dezember haben also im Wechsel 65 ehrenamtliche Kräfte unterstützt und bis März 1.652 Stunden mitgearbeitet. „35 Freiwillige des DRK wirkten allein am Aufbau im Dezember 2020 mit 715 Arbeitsstunden mit“, sagt Petra Reußner, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim e.V. „Dieser Dienst an der Gesellschaft ist Gold wert“, ergänzt Thomas Gerlach, Mitglied im Vorstand des DRK Göttingen-Northeim.

Kühne will in Berlin Druck machen

Zu den Besuchern am Impfwochenende gehörte auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne. Im Gespräch mit Ärzten und der Leitung des Impfzentrums sammelte er wichtige Informationen, die er nun in Berlin anbringen möchte. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Impfzentren arbeiten hochmotiviert, mit Herz und sprichwörtlich aus Liebe zum Menschen. Ein Engagement, das höchste Anerkennung verdient“, so Kühne.

In den Impfzentren werden die größten Bemühungen zum Kampf gegen die Pandemie unternommen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sind die Frauen und Männer an der Front. Das, was politisch nicht gut läuft, bekommen sie tagtäglich in erster Reihe ab. Deshalb setze ich mich auch weiterhin intensiv auf Bundesebene dafür ein, dass die Impfkampagne weiterhin an Fahrt aufnimmt“, so der Abgeordnete.

Engagierten sich am Wochenende vor Ort: Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne (links) zusammen mit den Ärzten Ralf Schiffner (zweiter von links), Dr. Christian Steigertahl (rechts) und Impfzentrumsleiter Frank Beckmann. Foto: Büro Dr. Roy Kühne

Zuletzt setzte er sich in einem Schreiben an Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin, Daniela Behrens, für effektivere Planungen vor Ort ein. „Wir können es uns nicht leisten, dass Impfstoff aktuell bundesweit in der Tonne landet. Ich bin aber auch froh, dass es diese Probleme bei uns in Northeim nicht gibt.“ Doch auch die zu Impfenden selbst können dabei helfen, indem sie doppelte Termine beim Hausarzt und im Impfzentrum rechtzeitig melden. „So kann jeder mithelfen, damit wir mehr Tempo auf die Impfstraßen bekommen.“

Dabei gibt sich der CDU-Abgeordnete auch selbstkritisch. „Wir müssen als Staat analysieren, was in dieser Pandemie organisatorisch nicht ideal gelaufen ist und daraus lernen, besser noch jetzt nachsteuern“, so die Forderung von Kühne.

DRK sucht weitere Mitarbeitende

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, wird auch im Impfzentrum in Northeim noch eine Schippe draufgelegt. Insgesamt stehen drei Impfstraßen zur Verfügung. Theoretisch können dann pro Woche bis zu 6.000 Menschen geimpft werden. Dazu brauche es aber auch ausreichend Mitarbeitende. Für sofort sollen noch drei Stellen besetzt werden. „Wir hoffen, alle Vakanzen im Laufe des Monats Mai besetzen zu können und möchten die Möglichkeit nutzen, um einen Aufruf nach neuen Mitarbeitern im Impfzentrum zu starten. Wir sind permanent auf der Suche nach weiterem Personal in allen drei Arbeitsbereichen“, ergänzt Petra Reußner.

Von impffähigem Personal mit Qualifikationen wie beispielsweise examinierten Pflegekräften, Rettungsassistenten, Notfallsanitätern und medizinischen Fachangestellten bis hin zu Verwaltungs- und Betreuungspersonal ist die Palette der Aufgaben im Impfzentrum breit gefächert. Bewerbungen von Interessenten zur Mitarbeit im DRK-Impfzentrum können per E-Mail an: personalleitung@drk-goe-nom.de oder per Post an: DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V. Abt. II.1 – Katastrophenschutz Herrn Lutz Kappel Matthias-Grünewald-Str. 20 37154 Northeim gerichtet werden. Für telefonische Rückfragen steht Lutz Kappel unter der Rufnummer 05551/98 17 16 zur Verfügung.

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