Seit fast 30 Jahren setzen die Rettungsschwimmer der Northeimer DLRG-Orgsgruppe auf ihr treues Rettungsboot „Rescue“. Seit einiger Zeit aber bekommen die ehrenamtlichen Retter nasse Füße, der Motor brauch eine Generalüberholung und so richtig zeitgemäß sei das Modell auch nicht mehr, sagt der zweite Vorsitzende Raphael Holz. Und das ausgerechnet in einem Jahr, in dem für die Rettungsschwimmer sehr viel Arbeit droht. Denn es fehlen zwei komplette Jahre Schwimmausbildung für Kinder in Northeim.

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Ehrenamtliche Retter und Tourismuspfleger

Seit vielen Jahren kümmern sich die Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) in Northeim um die Sicherheit am Northeimer Freizeitsee. Wenn es brenzlich wird, helfen die Rettungsschwimmer mit ihrer „Schnellen Einsatzgruppe“ (SEG) auch bei Einsätzen im ganzen Landkreis aus. Für ihren Einsatz bekommen sie Zugriff auf ein Bootshaus am Freizeitsee, müssen dort aber auch gleichzeitig die Badegäste beaufsichtigen – alles im Ehrenamt, natürlich. Dazu stehen ihnen neben Einsatzfahrzeugen wie Auto und Quad auch zwei Boote zur Verfügung. Neben einem wendigen Schlauchboot eben auch die „Rescue“, ein festes Boot aus Verbundstoff, Jahrgang 1992.

Das soll nun erneuert werden. Zum einen, weil die „Rescue“ langsam nachlässt. Zum anderen aber auch, um mit moderner gebauten Booten die Rettung von Menschen zu erleichtern. Kosten für ein solches Modell, gebraucht: knapp 17.000 Euro. „Dass wir die als Verein, der von Spenden und ehrenamtlichem Engagement lebt, nicht haben, ist klar“, sagt Holz. Der 23-Jährige ist zweiter Vorsitzender der Ortsgruppe und kümmert sich vor allem um den Nachwuchs. In dieser Funktion hat er auch die Jahrgänge im Blick, die das Schwimmen erst noch lernen muss. Die Kurse, die die DRLG gibt, spülen ebenfalls etwas Geld in die Kasse. Doch nach zwei Jahren Corona ist dort nicht viel passiert. Das sorgt laut Holz für zwei Probleme.

Zwei Jahrgänge

Zum einen ist kein Geld da für das neue Boot. Zum anderen können fast zwei Jahrgänge junger Northeimer nicht schwimmen. Trotzdem erwarten die Rettungsschwimmer auch für 2021 ein ziemlich aktives Jahr am Freizeitsee unter der Autobahn 7. „Schon 2020 war hier enorm viel los und das erwarten wir auch für 2021“, so Holz. Sollten sich dann auch Kinder ins Wasser trauen, die nie Schwimmen gelernt haben, bekommen auch die Retter mehr zu tun. Vor allem, so Holz, sei es grundsätzlich etwas anderes, ob die Kinder in einem Hallen- oder Freibad das Schwimmen gelernt haben, oder in einem offenen Gewässer oder See.

Genau diese Fähigkeiten vermittelt normalerweise die DLRG. Schwimmkurse sind Corona-bedingt aber ausgefallen. Auch deshalb, so Holz, sei zuverlässige Rettungstechnik wichtig wie nie. Zwar droht die „Rescue“ nicht sofort beim nächsten Einsatz unterzugehen, trotzdem sei es für die ehrenamtlichen Retter jetzt wichtig, den nächsten Schritt zu gehen. Weil aus der öffentlichen Hand aber kaum bis nichts zu erwarten ist, setzen die Rettungsschwimmer nun auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. „Wenn jeder Northeimer Bürger nur einen Euro spenden würde, hätten wir das Geld schon zusammen“, sagt Holz.

Jeder kann helfen

Doch auch großes Geld hilft weiter, sagt Holz. Nach einem ersten Bericht bei den Kollegen der HNA hätten sich bereits erste Privatpersonen und Organisationen gemeldet und Hilfe angekündigt. Wenn auch Du helfen möchtest, findest Du Informationen unter northeim.dlrg.de.

Wenn Du direkt Geld in die Hand nehmen möchtest, richte dieses einfach an

https://steadyhq.com/de/northeim-jetzt

Empfänger: DLRG OG Northeim e.V.
IBAN: DE69 2625 0001 0100 0843 18
BIC: NOLADE21NOM
Verwendungszweck: „neues Rettungsboot“

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