Seit Anfang des Jahres lässt die Deutsche Telekom im Bereich der Northeimer Kernstadt neue Glasfaserleitungen für schnelles Internet verlegen. Allein bis zum Ende des Jahres sollen so bis zu 4.000 Haushalte die Möglichkeit auf einen Anschluss haben. Inzwischen liegen bereits rund 20 Kilometer Glasfaser unter Northeimer Fußwegen, kommendes Jahr beginnt der zweite Bauabschnitt. Während die Arbeiten dazu mehr als im Soll sind, hält sich das Interesse der Endkunden offenbar noch Grenzen. Zahlen nennt die Telekom nicht.

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Interesse ist verhalten

Da hilft es offenbar auch nicht, dass die Telekom allen Neukunden noch bis Ende des Jahres den Hausanschluss schenkt. Diese letzten Meter vom Gehweg in den Keller können sonst mehrere hundert Euro kosten, heißt es von der Telekom. Bisher haben sich, stand Sommer, eine „mittlere dreistellige Zahl“ von den prognostizierten 4.000 Haushalten schon jetzt für einen Anschluss entschieden. Wie viele es genau sind, möchte die Telekom auf Anfrage nicht sagen und verweist auf Zahlen „für den internen Gebrauch.“

Vor dem Winter fertig

Mittlerweile liegen die meisten Kabel bereits in der Erde, die Bautrupps sind seit Monaten in der Stadt zu sehen. Laut Julian Loock von der Deutschen Telekom Technik GmbH sind bereits 20 Kilometer Glasfaserkabel in der Erde. Nach aktuellem Stand fehlen nur „wenige Meter der Haupttrasse“, bis die erste Bauphase abgeschlossen ist. Die ersten Anschlüsse seien laut Loock schon seit Juni in Betrieb. „Es läuft alles nach Plan und wir werden, wenn nichts Unvorhersehbares passiert, zum Ende des Jahres den ersten Abschnitt abschließen.“ Im Blick haben die Verantwortlichen dabei vor allem den Winter, denn ist der Frost erstmal in der Erde, macht auch der Tiefbau keinen Spaß mehr.

Nächster Bauabschnitt

Weiter geht es dann im kommenden Jahr mit allem, was nördlich und westlich des Stadtkerns liegt. Laut einer Sprecherin der Stadt Northeim soll es hier „voraussichtlich im zweiten Quartal“ losgehen. Hinzu kommen die Ortschaften Höckelheim und Hillerse. In erstgenannter Ortschaft fand dazu bereits eine Informationsveranstaltung im Dorf statt. Auch hier stand der während der Bauphase kostenfreie Hausanschluss im Mittelpunkt der Erzählung. Der ist laut Telekom übrigens deshalb kostenfrei, weil die Arbeiter „sowieso vor Ort sind“, hieß es Anfang des Jahres in Northeim.

Der zweite Bauabschnitt betrifft den Norden und den Westen in Northeim sowie die Ortschaften Höckelheim und Hillerse. Grafik: Telekom

Fleißige Mitarbeiter

Zufrieden mit den Arbeiten im ersten Bauabschnitt ist auch Timo Janoski, Bauleiter der von der Telekom beauftragten Firma Ludwig Freytag GmbH aus Oldenburg. Dabei lobt er insbesondere die Zusammenarbeit mit der Stadt Northeim und den dortigen Technischen Diensten. „Wir haben eine sehr schnelle und direkte Kommunikation, sowohl vor Ort als auch bei der Planung“, so Janoski. Den positiven Eindruck bestätigt und erwidert auch die Stadtverwaltung auf Nachfrage. „Gemessen an der Komplexität der Maßnahme ist die Stadt Northeim zufrieden mit dem Bauverlauf und hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der bauausführenden Firma“, heißt es aus dem Rathaus nüchtern.

Gehwege müssen repariert werden

In dem Zusammenhang werden die Gehwege, unter denen die Glasfaserkabel verlegt werden, bei Schäden auch direkt repariert und die Platten ausgetauscht. Das betrifft zum Beispiel Oberflächen, die entweder schon vorher defekt waren oder durch die Arbeiten beschädigt wurden. Diese dürfen laut Gesetz nicht erneut verbaut, sondern müssen ersetzt werden. „Dies wurde und wird auch dementsprechend praktiziert“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Bisher wurden mehrere hundert Quadratmeter erneuert. „Die bislang abgenommenen Oberflächen wurden allesamt – auch mit einzelnen Nacharbeiten – ordnungsgemäß wiederhergestellt.“ Sollte im Nachgang etwas auffallen, muss ebenfalls repariert werden. Laut Stadt sind die „Abnahmen (…) dokumentiert und mit einer Gewährleistungsfrist von fünf Jahren ab Abnahmedatum datiert.“

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