Das steckt wirklich hinter dem KSN-Kinderfest am 14. Juli auf dem Münsterplatz in Northeim

Am 14. Juli findet auf dem Northeimer Münsterplatz das Kinderfest der Kreis-Sparkasse Northeim statt. Das dieses Fest nur alle zwei Jahre stattfindet, ist ein Teil Geschichte. Warum das so ist – und dies ein wichtiger Grund ist – erzähle ich euch hier.

Das Kinderfest

Das KSN-Kinderfest ist der Auftakt in die diesjährige Ferienspaß-Saison. Am 14. Juli verwandelt sich dazu der Münsterplatz in Northeims Innenstadt in einen gigantischen Spielplatz. Mehr als 40 Stände werden aufgebaut und von 11 bis 16 Uhr bespielt. Alle zwei Jahre veranstaltet die KSN dieses Kinderfest.

Rund 120 ehrenamtliche Helfer von Vereinen aus dem Landkreis und 30 KSN Mitarbeiter*innen sind beteiligt.

Und das Beste: Die Teilnahme ist komplett kostenfrei.

Conni Jansch und der Spielbus NOMI

Hinter dem Kinderfest steht der Spielbus NOMI der Kreissparkasse Northeim. Seit 1979 – dem internationalen Jahr des Kindes – fährt der Bus, vollgepackt mit Spielgeräten, über die Dörfer im Stadtgebiet. Eng mit diesem Projekt verknüpft ist Cornelia Jansch.

Fast jedes Kind im Landkreis kennt „Connie“. Seit 1999 ist sie Chef vom Spielbus. Wir treffen Sie an ihrem Büro am Scharnhorstplatz, gleich neben der KSN-Filliale. Jetzt, wenige Wochen vor dem Kinderfest, ist der Stresslevel größer als sonst, sagt sie. Ihr Schreibtisch ist direkt unter dem Dach der alten Kaserne, kleine Fenster, große Aufgaben. NOMI, das ist Connie Jansch. Und Connie Jansch ist NOMI.

Normalerweise fährt sie mit dem Bus raus auf die Dörfer. Immer nach einem festen Zeitplan, in einer Zeit von drei Jahren kehrt sie jedes Jahr zurück. Dann öffnet sich der riesige Bus.

Jetzt aber wird der Bus zum Transporter für das Kinderfest. Die 40 Stände am Münsterplatz werden mit Spielgeräten aus dem NOMI versorgt. Logistisch ist dies ein riesiger Aufwand. „Deshalb bin ich froh, dass das Fest nur alle zwei Jahre stattfindet“, sagt Jansch.

Raum für Kinder – zum Kindsein

Wir sprechen über Helikoptereltern und Smartphones, das Internet und Kinder mit fast gierigen Hunger nach neuem Wissen. Jansch ist diplomierte Freizeitpädagogin und der Motor einer Grundsatzidee, die beeindruckt. Vor allem, weil sie im Jahr 2018 immer noch funktioniert. Hört man Connie Jansch lange genug zu, versteht man sofort: Internet und Smartphones haben keine Chance gegen Bausteine und Bastelkleber.

Kein Spielzeug im Spielebus ist elektrisch. „Das brauchen wir nicht“, sagt Jansch. „Ich sehe das auf dem Platz gar nicht mehr. Es gibt Kinder, die holen ihr Handy heraus, um zu gucken, wie spät es ist. Aber dann ist das gleich wieder weg – und bleibt es auch“.

Und diese Aufmerksamkeit nutzt sie aus; um den Kindern etwas beizubringen. „Die Kinder lernen zum Beispiel wieder, einen Knoten zu binden“. Der Spielbus und Connie Jansch schaffen dabei eine neue Welt frei von Ablenkungen. Einen Rückzugsort für die Kinder, um frei spielen und etwas Neues lernen zu können. Ganz ohne Leistungsdruck schafft der Spielebus Platz für kindliche Kreativität ganz ohne Noten und Wertungen.

Dann ist es auch ok, wenn die Jungen nur Fußballspielen wollen. „Es geht viel mehr um den Raum, dass Kinder zusammenkommen und die Sicherheit“, sagt Jansch. Und auch die Eltern werden oft mit einbezogen.

Dass das möglich ist in Northeim, finde ich stark. – Connie Jansch

Viel Arbeit für das Kinderfest

Das Kinderfest am Münsterplatz ist so etwas wie der Spielebus Plus. Dann wird alles an Spielmaterial in die Innenstadt transportiert, was vorhanden ist. „Siebzehnmal fahren wir hin und her. Das ist sehr anstrengend und eine große Aufgabe für mich“, antwortet Jansch auf die Frage, ob die Vorfreude bereits groß sei.

Dass das Kinderfest nur alle zwei Jahre stattfindet, kommt ihr gelegen. „Normalerweise bin ich ja mit dem Bus unterwegs. Das Kinderfest kommt immer oben drauf. Darauf freue ich mich riesig, aber es ist auch viel Arbeit“.

Während des Kinderfestes kümmert sich Connie Jansch darum, das alles reibungslos abläuft. Und hört bei den Vereinen hinein. „Dieses Von-Zelt-zu-Zelt gehen ist für mich auch eine Art, um Danke zu sagen. Die Vereine bringen hier viel ehrenamtliche Zeit auf. Und dass das möglich ist in Northeim, finde ich stark.“

Diese Vereine sind mit dabei

Unterstützt wird das Kinderfest auch in diesem Jahr von vielen Ehrenamtlichen und Vereinen aus dem Landkreis Northeim. Sie sind auch für Conni Jansch die wahren Helden des Kinderfestes, denn ihr Einsatz und Engagement machen das Fest erst möglich.

An 40 Ständen übernehmen Sie verschiedene Spielstationen und präsentieren gleichzeitig ihr Vereins-Angebot.

In diesem Jahr mit dabei sind: Kinder- und Jugendzentrum Northeim, Sportjugend Northeim / Einbeck, Northeimer Segelclub, Ernst Nolte, Ev. Jugendhilfe Friedenshort, Ev. Jugend Leine Solling, Stadt-Jugendring Northeim, DLRG Northeim, Wohnen in Northeim, TGN, Mütterzentrum Moringen, Medienzentrum, NHC, Jobcenter Northeim, Stadt-Jugend-Feuerwehr, Sportkids + Co und dem MTV Moringen.

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