In der Alten Brauerei in Northeim ist nun ein weiteres Corona-Testzentrum eingerichtet. Neben einem Testzentrum der Stadt in der Alten Wache, Tests durch Apotheken und Ärzten und einer Teststation im Gesundheitszentrum Dr. Roy Kühne kommt nun eine weitere hinzu. Die Stadt Northeim bestätigt, dass seit Montag, 3. Mai, Termine gebucht werden können. Ein Blick auf den Betreiber wirft allerdings Fragen auf. Auch Miete muss er nicht zahlen.

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IT-Firma aus Braunschweig

Das „CITAVIS® SARS-CoV-2 Testzentrum Northeim“ vergibt zu Montag Termine. Telefonisch auch kurzfristig, wie es auf der Homepage heißt. Der Betreiber hat ein weiteres Testzentrum unter anderem in Braunschweig. Doch wer nach Citavis sucht, findet erstmal: nichts. Das R im Kreis suggeriert, dass es sich um eine eingetragene Marke handelt. Auch hier: nichts. Laut Homepage steht die Firma  „A Plus Consulting GmbH“ hinter Buchungssystem und „Marke“, eine IT-Beratungs-Firma aus Braunschweig.

Was diese Firma sonst so macht, erzählt sie auch auf Nachfrage nicht. Die Stadt Northeim jedenfalls begrüßt sowohl Anbieter als auch Testzentrum. Denn „der Bedarf ist aus Sicht der Stadt Northeim hoch“, sagt eine Rathaus-Sprecherin. „Insbesondere durch die ab der nächsten Woche geltenden Lockerungen in der Außengastronomie und im Einzelhandel dürfte die Nachfrage weiter wachsen.“

Mietfrei

Die Stadt stellt die Alte Brauerei zunächst bis Ende August zur Verfügung. Während andere private Anbieter im Stadtgebiet das Risiko aber selbst tragen, wird der „A Plus Consulting GmbH“ keine weitere Rechnung geschrieben. „Die Stadt stellt die Räumlichkeiten den Anbietern derzeit kostenfrei als Serviceleistung für die Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung“, heißt es dazu auf Nachfrage. Gleiches gilt demnach für den ASB, der das Testzentrum in der Alten Wache betreibt.

Während in Einbeck Mitte Mai das Testzentrum des Landkreises wegen zu geringer Nachfrage geschlossen wird, sieht die Stadt Northeim aber einen steigenden Bedarf. „Jede Einwohnerin und jeder Einwohner in Northeim hat einen Anspruch auf mindestens einen sog. Bürgertest pro Woche“, betont die Stadtsprecherin.“ Wie oft und wo sich die Bürger dann testen, sei egal. „Nach unseren Informationen ist die Anzahl der wöchentlich möglichen Bürgertests nicht gedeckelt.“ Auch deshalb müssten sich die verschiedenen Anlaufstellen für Tests nicht absprechen.

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