Mit einmalig 400 Euro pro Kind möchte die Northeimer Kreisverwaltung Pflegeeltern in der „schwierigen Lockdown“-Situation unterstützen und ihre Arbeit wertschätzen. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel möchte einen entsprechenden Antrag bei der nächsten Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses einreichen.

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Anerkennung

„Aus meiner Sicht ist es konsequent, diese wichtige zusätzliche Erziehungsleistung nicht nur wertschätzend, sondern auch finanziell anzuerkennen“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Durch diese Anerkennungszahlung soll auch auf die bedeutsame Rolle von Pflegefamilien hingewiesen werden. „Ich hoffe auch, dass die Bereitschaft Pflegekinder aufzunehmen konstant bleibt oder sogar ausgebaut werden kann“, so die Landrätin.

Der Corona-Lockdown habe laut Kreisverwaltung dazu geführt, dass auch im Landkreis Northeim Kitas und Schulen für einige Wochen ganz oder teilweise geschlossen waren. „Nicht nur deshalb ist die Corona-Pandemie für Familien weiterhin eine sehr belastende Situation“, heißt es in einer Mitteilung.

Maximal 800 Euro

Als finanzielle Anerkennung sollen Pflegeeltern im Landkreis Northeim pro Kind einmalig 400 Euro erhalten. Diesen Vorschlag will Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses unterbreiten. Der Betrag soll außerdem auf 800 Euro pro Pflegefamilie begrenzt werden. Voraussetzung soll sein, dass das Pflegeverhältnis bereits am 1. Oktober 2020 bestand und mindestens bis zur Beschlussfassung durch den Kreisausschuss besteht.

Übersicht im Kreis

Derzeit gibt es im Landkreis Northeim 147 Pflegefamilien mit dem Auftrag, sich um 147 Kinder zu kümmern. Ergibt ein Gesamtvolumen von 80.000 Euro für die Anerkennungszahlung. Nach der Beratung im Jugendhilfeausschuss am 21. April soll abschließend der Kreisausschuss am 3. Mai über den Vorschlag der Landrätin entscheiden.

Der geplante Anerkennungsbeitrag folgt damit Beschlüssen aus der Vergangenheit, Pflegefamilien im Landkreis Northeim finanziell besser zu unterstützen. So wurde allen von 2019 – 2020 neu abgeschlossenen Pflegeverhältnissen unter Umständen ein Zusatzbeitrag analog des Elterngeldes von 800 Euro pro Monat gewährt. Im Dezember 2020 wurde dann beschlossen, diese Maßnahme dauerhaft fortzuführen.

Weitere Hilfe

Im Bereich der Betreuung durch Kindertagespflegepersonen gab es auch eine finanzielle Entlastung für Eltern, die Kostenbeiträge wurden während des ersten Lockdowns in voller Höhe zurückerstattet. Zusätzlich konnten die Erziehungsberechtigten, die in den Monaten Januar und Februar 2021 freiwillig auf die Betreuung ihres Kindes verzichtet hatten, eine weitere Erstattung der Kostenbeiträge beantragen. Hintergrund war der Appell des Bundes und des Landes Niedersachsen, die Kinder nicht in die Betreuung zu geben, sofern diese selbst sichergestellt werden konnte.

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