Seit zwei Jahren wütet der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, und seine Auswirkungen sind auch in Northeim spürbar. Jetzt hat sich in Northeim ein neuer Verein namens „Ukrainisches Haus Northeim“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, Information und Verständnis über die Ukraine in der Northeimer Bevölkerung zu fördern.

Der Verein möchte auch Aktivitäten innerhalb der ukrainischen Gemeinschaft unterstützen und bei Hilfsaktionen im Rahmen der Solidaritätspartnerschaft helfen. Die vier gewählten Vorstandsmitglieder sind seit dem Frühjahr 2022 aktiv in der Unterstützung von Ukrainern engagiert, unter anderem durch Übersetzertätigkeiten und Deutschunterricht für ukrainische Kinder. Die Gründungsmitglieder des Vereins stammen aus verschiedenen Teilen der Ukraine und repräsentieren die Vielfalt und Einheit der ukrainischen Gemeinschaft in Northeim.

Seit dem Beginn des Konflikts sind die ersten Flüchtlinge in Northeim angekommen, und heute leben etwa 700 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Stadt und ihren umliegenden Gemeinden. Doch wie lange sie bleiben müssen, ist unklar. Trotz dieser Unsicherheit hat die Northeimer Gemeinschaft von Anfang an ihre Solidarität gezeigt, unterstützt durch die lokalen Verwaltungen. Im vergangenen Jahr beschloss der Northeimer Rat die Aufnahme einer Solidaritätspartnerschaft mit Nadvirna, der Partnerstadt von Prudnik.

Aktuell beteiligt sich der Verein an einer Gedenkveranstaltung mit Friedensgebet, die an den Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine erinnern möchte. Bürgermeister Simon Hartmann und Pastor Dirk Grundmann werden sprechen, begleitet von Lied- und Gedichtsbeiträgen. Die Veranstaltung wird vom Ökumenischen Arbeitskreis Northeim unterstützt und findet am Samstag, dem 24. Februar, um 16 Uhr auf dem Northeimer Marktplatz statt.

In einer Zeit, in der Solidarität und Unterstützung wichtiger denn je sind, zeigt Northeim, wie eine lokale Gemeinschaft sich für Menschen in Not einsetzen kann, unabhängig von geografischen Grenzen.

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