Das macht die Feuerwehr nachts

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Nachts ist alles anders

Zwei Wochen unterwegs mit der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Northeim

Wenn Feuerwehrleute zu einem Unfall oder Brand gerufen werden, ist der Anblick belastend. Adrenalin und Training helfen dabei, unter Hochspannung Menschen zu retten. Doch was ist, wenn es dunkel wird und die Nacht hereinbricht? Wenn nach dem großen Knall plötzlich alles still und schwarz ist? Unterwegs mit Kreisbrandmeister Bernd Kühle durch die Nacht.

Der erfahrene Kreisbrandmeister schildert eine Durchschnittsnacht: Falsch auslösende Brand­melde­­­anlagen oder Türöffnungen leuchten dann auf den Meldern auf.

In der Nacht zum 24. Juli ist  aber alles anders. Um 0.23 Uhr klingelt das Handy. „Wir haben ein brennendes Haus am Mühlenanger“, meldet sich der Kreisbrandmeister. Was jetzt läuft, ist die abgesprochene Routine. Gemeinsam geht es zum Einsatzort. Eine Drehleiter biegt mit in die Straße, als das Einsatzfahrzeug des Kreisbrandmeisters mit Blaulicht durch Northeim rast.

Aus den Lüftungsschächten des Treppenhauses dringt dunkler Qualm, am Fenster steht eine Frau. Durch die Stille der Nacht schneidet nur das Kreischen der Rauchmelder. Die Stimmung ist hektisch, aber nie chaotisch. Im Haus wohnen sechs Parteien, eine ist im Urlaub, zwei sind schon draußen. Die Drehleiter fährt das Fenster an, rettet die Frau. An der Eingangstür machen sich die ersten Helfer unter Atemschutz bereit, Kreis- und Ortsbrandmeister besprechen intensiv die nächste Aktion.

 

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