Am Freitag wurde auf der Katlenburg der Jugendpreis 2019 verliehen. Projekte und Menschen aus dem Landkreis Northeim wurden dort für ihr Engagement in der Jugendarbeit ausgezeichnet. Dominiert wurden die Nominierungen mit Projekten aus Einbeck, gewonnen haben der „Kostenlose Musikunterricht für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Einbeck“ als Projekt und Heidrun Flügge, seit 20 Jahren Vorsitzende des Ortsjugendrings in Lindau. Projekte aus Northeim landeten jeweils auf dem dritten Platz.

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Das sind die Gewinner

Ausgezeichnet wurde in zwei Kategorien. In Kategorie A wird der „Jugendpreis für gute Projekte und gute Ideen in der Jugendarbeit“ verliehen. Kategorie B ist die „Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit“. Entschieden hat am Ende der Punkte-Mix aus einem Online-Voting und einer Fachjury, bestehend aus 15 Mitgliedern.

Kategorie A

In der Kategorie A teilen sich mit dem Einbecker Jugendparlament und dem Northeimer Jugendbeirat zwei sehr ähnliche Projekte einen starken dritten Platz. „Die Verantwortlichen der Projektidee stellen die provokative Frage: Wie kann man sich mehr für Kinder und Jugendliche einsetzen, als ihnen eine Stimme zu geben, die auch gehört wird?!“, fasste Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in ihrer Laudatio zusammen. „Diese Auszeichnung soll Mut machen, diese Projektidee in die Tat umzusetzen.“

Der zweite Platz ging an das Kreis-Projekt „Sing mit! – Songs für coole kids.“ Speziell Grundschuldinger werden intensiv mit Musik in Kontakt gebracht und ermutigt, ihre ganz eigene Liebe hierzu zu entwickeln. Am Ende jeder Projektphase präsentieren die Kinder im Rahmen eines Konzertes ihre Lieblingslieder. „Das gemeinsame Erfolgserlebnis über die Musik, sich etwas trauen, auf einer Bühne vorzutragen und Applaus zu bekommen, stärken die Kreativität und besonders das Selbstbewusstsein“, findet Klinkert-Kittel.

Auch das Sieger-Projekt ist musikalisch. Seit 2013 organisiert der Verein „Musik für Einbeck“ gemeinsam mit der Musikschule M1 in Einbeck für Kinder und Jugendliche kostenfreien Musikunterricht. Besonders unterstützt werden damit Familien mit schwachem Einkommen oder mit Fluchterlebnissen. Dieses Engagement soll mit dieser Auszeichnung besonders gewürdigt werden.

Kategorie B

Auch in der Kategorie B teilen sich den dritten Platz zwei starke Projekte. Paul Lehmann als Organisator des Stadtlaufs in Northeim und Lehrer an der Oberschule inspiriert seit Jahren Kinder und Jugendliche zum Sport. „Mit seiner Liebe zum Sport und der Leidenschaft für Rad- und Laufsport steckt er an und motiviert alle, sich ebenfalls zu bewegen“, heißt es dazu in der Laudatio. Allein 600 Kinder und Jugendliche waren beim Stadtlauf 2019 dabei. Zahlreiche AGs in der Oberschule zum Thema Mountain-Bike und Outdoor gehen auf seine Kappe.

Er teilt sich den Platz mit Ann-Kristin Placze, die 2017 aus dem Nichts die Führung der evangelischen Jugend in Bad Gandersheim übernommen hat. Vorangegangen war der tödliche Unfall des bisherigen Vorsitzenden. Nur dank ihres Engagements wurden viele Projekte und Aktionen trotzdem umgesetzt und weitergeführt. „Persönliche Dinge hinten anzustellen, Menschen in Krisensituationen nicht allein stehenzulassen und sich bei jeder investierten Stunde zudem der Trauer und Fassungslosigkeit zu stellen, die ihr an so vielen Stellen dieser Arbeit begegneten, verdienen besondere Anerkennung und Dank“, so die Laudatio.

Der zweite Platz ging an die Landjugend Heberbörde. Kinder und Jugendliche werden zur Liebe für die Natur und das Landleben inspiriert – mittlerweile weit über die Stadtgrenzen von Bad Gandersheim hinaus.

Der Jugendpreis selbst ging in die Hände von Heidrun Flügge. Seit mehr als 20 Jahren ist sie die erste Vorsitzende des Ortsjugendrings in Lindau. „Mit der Verleihung des Jugendpreises 2019 soll das herausragende ehrenamtliche Engagement, die über zwei Jahrzehnte geschenkte, eigene Zeit und die Liebe zu den Menschen, für die Sie dies tut, gewürdigt werden.“

Glorreiche Rückkehr

Es war die große Rückkehr des Jugendpreises im Landkreis Northeim. Nach der einjährigen Pause und einer Neuaufstellung des Kreisjugendrings wurde der Preis nun wieder vergeben. Entsprechen stolz war Kreisjugendring-Chef Jan Mönnich auf die vielen Vorschläge und Kandidaten. Wie es sich gehört, habe es sich die Jury nicht leicht gemacht, Sieger zu finden.

Vertreter aller Nominierungen waren zu der Verleihung eingeladen, egal ob gewonnen oder nicht. Moderiert wurde die Preisverleihung von Kreisjugendring-Chef Jan Mönnich. Er gehörte zu denen, die im vergangenen Jahr den Hilferuf des Kreisjugendrings initiiert hatten. Kaum jemand wollte sich damals engagieren, auch mangels Nominierungen gab es deshalb 2018 keinen Preis für die Jugendarbeit im Landkreis Northeim. „Das ist schade gewesen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit einem gestärkten Kreisjugendring in die Periode starten können – und arbeitsfähig sind“.

Auch deshalb freut sich Mönnich über einen „großen Sprung“ bei der Teilnahme beim Online-Voting in diesem Jahr. „Vielleicht kommt ja der eine oder andere durch die öffentliche Darstellung der Preisträger auf die Idee, sich selbst zu engagieren“, hofft Landrätin Klinkert-Kittel.

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