Ein 39-jähriger Mann aus dem Landkreis Northeim hat offenbar sensible Daten aus dem Funkverkehr der Rettungs-Leitstelle im Kreis Northeim im Internet öffentlich gemacht. Die Polizei durchsuchte am Wochenende seine Wohnung. Nun droht ein Strafverfahren.

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Online-Wache

Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten technische Anlagen sicher, die unter anderem die Funk- und Alarmmeldungen aus der Rettungs-Leitstelle an der Von-Menzel-Straße in Northeim unverschlüsselt ins Internet weiterleiteten. So war es dem Tatverdächtigen möglich, auch außerhalb der Leitstelle Meldungen live mitzulesen.

Zuvor kamen ihm die Ermittler auf die Schliche, als über die Online-Wache der Northeimer Polizei bekannt wurde, dass die sensiblen Daten öffentlich einsehbar sind. Daraufhin habe man „unverzüglich die Verantwortlichen des Landkreises“ informiert, heißt es in der Polizeimeldung. Am Sonntag nahm das Team Cybercrime des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Northeim mit Unterstützung der Experten aus der Datenverarbeitungsgruppe die Ermittlungen auf.

 

Ermittlungen

Das Amtsgericht Göttingen erteilte daraufhin den Durchsuchungsbeschluss. Der Verdächtige räumte die Tat vor Ort ein. Es wurde ein Ermittlungsverwahren wegen des „Abfangens von Daten (§ 202b StGB)“ eingeleitet. Die Beamten sicherten die Technik und nahmen so auch direkt die illegale Seite vom Netz.

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